SVP Biberist

Ressortsystem als «Katze im Sack»

Sven Sataric, der Präsident der SVP-Biberist, mit den beiden Referenten Ulrich Bucher und Markus Schneider.

Sven Sataric, der Präsident der SVP-Biberist, mit den beiden Referenten Ulrich Bucher und Markus Schneider.

Im Anschluss an ihre 12. Generalversammlung organisierte die SVP Biberist in der Alten Turnhalle zwei öffentliche Referate zum Ressortsystem, das anlässlich der Gemeindeversammlung vom kommenden Donnerstag wieder zur Debatte steht. Ein Vorhaben, das bereits zum dritten Mal innert der letzten zwölf Jahre der Gemeindeversammlung vorgelegt wird.

Die beiden Gastreferenten, Ulrich Bucher, ehemaliger Gemeindepräsiden von Zuchwil und alt Kantonsrat (SP), sowie Markus Schneider, alt Kantons- und Gemeinderat (SP) Solothurn, präsentieren ihre Sicht der Dinge. Beide kritisierten in ihren Voten unter anderem, dass die Schnittstellen zwischen dem Gemeindepräsidium, den Ressortverantwortlichen, der Verwaltungsleitung und den Abteilungsleitenden nicht sichtbar aufgezeigt würden.

Auch bezüglich der indirekten Kosten erstaune die relativ hohe Ausgabenkompetenz der Ressortleiter. Im Blick auf künftige Budgetdebatten fragt sich Markus Schneider auch: «Wer rationiert die Drinks, wenn die Ausgabenparty in Schwung kommt?» Er glaubt zudem, dass das Ressortsystem, so wie es heute angedacht sei, ineffizienter, komplizierter und bürgerferner werde. Kurz, viele Unklarheiten vermochten die beiden Referenten nicht vom Biberister Ressortsystem zu überzeugen. Weil die neuen Entscheidungswege nicht aufgezeigt würden, glaubt Ulrich Bucher, dass man in Biberist die «Katze im Sack» kaufen würde. (mgt)

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