Recherswil
Ortsplanung kostet beinahe doppelt so viel wie ursprünglich genehmigt

Der Gemeinderat Recherswil ist verärgert. Während der Erarbeitung der Ortsplanung hat der Kanton die Spielregeln geändert und die Gemeinde musste teure Anpassungen in Auftrag geben.

Rahel Meier
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Die Baulinien entlang der Kantonsstrassen müssen ebenfalls in der Ortsplanung abgebildet werden.

Die Baulinien entlang der Kantonsstrassen müssen ebenfalls in der Ortsplanung abgebildet werden.

Urs Byland

Wie heisst es so schön? «Zähneknirschend» genehmigte der Gemeinderat Recherswil einen Nachtragskredit von 45'000 Franken für die Ortsplanungsrevision. Dies weil der Kanton während der Erarbeitung die Spielregeln geändert hat. «Wir sind sehr unglücklich in dieser Sache», erklärt Gemeindepräsident Hardy Jäggi auf Anfrage.

Bis zur 1. Vorprüfung durch den Kanton war die Ortsplanung laut Jäggi auf Kurs. Danach forderte der Kanton diverse Ergänzungen und Anpassungen. Unter anderem die Erstellung eines Naturinventars. Schon 2019 sprach der Gemeinderat deshalb einen Nachtragskredit von 45'000 Franken.

Im letzten Jahr wurde die Ortsplanungsrevision dann zur zweiten Vorprüfung eingereicht. Mit dem Prüfbericht wurden weitere Forderungen vonseiten des Kantons gestellt. So mussten zusätzlich alle Hecken und Ufergehölze aufgenommen und im Gesamtplan dargestellt werden. Neu müssen zudem die Baulinien entlang der Kantonsstrassen in den Planunterlagen dargestellt werden.

Aufgrund dieses Prüfungsberichtes mussten erneut Anpassungen vorgenommen werden. Alle diese Arbeiten verursachten Kosten, die nicht voraussehbar waren.