Grenchen

«No comment»: Die Eterna-Führung mauert weiter

Firmensitz in Grenchen. Archiv/OM

Firmensitz in Grenchen. Archiv/OM

Die Grenchner Uhrenfirma schweigt. Die vorliegenden Betreibungen und der Weggang von Führungskräften lassen viele Fragen über den Zustand von Eterna offen.

Seit 161 Jahren fertigt die Uhrenfirma Eterna in Grenchen Zeitmesser. Sie ist damit eine der ältesten Uhrenmanufakturen in der Schweiz. Tradition verpflichtet. Im Bereich der Kommunikation gilt das offenbar für das Eterna-Management und die Besitzerin, die chinesische Citychamp Group, nicht. Dabei gäbe es genug Erklärungsbedarf.

Seit vergangenen Oktober haben sich gemäss «Radio32» Betreibungen in der Höhe von über 700'000 Franken aufgetürmt. Der Betreibungsregisterauszug liegt auch unserer Redaktion vor.

Zudem hat sich der Eterna-CEO Robert Dreyfuss überraschend verabschiedet, gleiches gilt für Samir Mardanovic, Leiter der Schwestergesellschaft Eterna Movement Company, dem Herzstück der Manufaktur.

Sie wurde eigens aufgebaut, um industriell hochwertige Uhrwerke für den Eigenbedarf und auch für Dritte zu fertigen. Warum hapert es mit der Zahlungsmoral? Wie hat sich die Uhrenabsatzkrise ausgewirkt? Sind Arbeitsplätze in Gefahr oder ist das Unternehmen gar existenziell gefährdet?

Die Eterna AG beschäftigt aktuell 23 Angestellte, die Eterna Movement deren 33. Eine für Montagabend mehrfach in Aussicht in Aussicht gestellte Stellungnahme blieb aus. Und am Dienstagmorgen hiess es, man habe entschieden, nicht zu kommunizieren. Die Unsicherheiten bleiben. (FS)

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