Luterbach/Zuchwil

Neubau der Emmebrücke geht in zweite Runde – gesamter Verkehr wird umgelegt

Die fertig betonierte Südseite der neuen Brücke, die künftig nur von einem Pfeiler in der Mitte der Emme gestützt wird.

Die fertig betonierte Südseite der neuen Brücke, die künftig nur von einem Pfeiler in der Mitte der Emme gestützt wird.

Ab übernächstem Dienstag wird der Verkehr zwischen Luterbach und Zuchwil auf der neu erstellten Brückensüdhälfte geführt.

Seit bald einem Jahr wird zwischen Luterbach und Zuchwil an der Emmebrücke gebaut. «Mittlerweile ist die südliche Hälfte der Brücke termingerecht fertiggestellt worden», sagt Nader Winkler, Projektleiter Kunstbauten beim Amt für Verkehr und Tiefbau.

Die heikelste Phase beim Neubau der südlichen Hälfte sei das Betonieren der Brückenplatte am 2. Juli gewesen. «Wir haben zirka 450 Kubikmeter Beton innerhalb von zehn Stunden eingebracht, wobei wir mit zwei grossen Betonpumpen gearbeitet haben.» Das Betonwerk Walliswil habe den ganzen Tag nur für diese Baustelle Beton produziert. Das gefürchtete Hochwasser blieb aus, so Winkler. «Dafür hatten wir mit extremen Temperaturen zu kämpfen, weshalb wir den Betoniertermin um einige Tage, auf den 2. Juli, verschieben mussten, an dem es ‹kühle› 27 Grad hatte.»

Separate Führung für Fahrräder

Der gesamte Verkehr wird ab 1. Oktober auf die neue Brücke umgelegt. Dabei wird der motorisierte Verkehr weiterhin einspurig mit Lichtsignalanlage geführt. Der Busbetrieb kann sich wie bisher an der Lichtsignalanlage anmelden. Die Velos werden jedoch aus Platzgründen nicht mehr mit dem motorisierten Verkehr mitgeführt.

Sie benützen gemeinsam mit den Fussgängerinnen und Fussgängern das südliche Trottoir. Sie können vor und nach der Brücke die Strassenseite unabhängig von der Lichtsignalanlage auf den beiden Fussgängerstreifen mit Mittelinseln wechseln. Das südliche Trottoir wird auch im Endzustand ein kombinierter Geh- und Radweg sein. Die Umleitungen für die Wanderwege bleiben unverändert in Betrieb.

Kostenrahmen für Brücke wird bisher eingehalten

Damit steht die zweite Etappe auf der Brückenbaustelle bevor. Zuerst wird die nördliche Hälfte der alten Brücke abgebrochen. Dann folgen die Arbeiten im Flussbett für die Fundierung der neuen Brücke in den kommenden wasserarmen Wintermonaten. Ab dem Frühjahr 2020 wird der Neubau des nördlichen Teils der Emmebrücke in Angriff genommen. Der Brückenersatz soll im Sommer 2021 abgeschlossen sein. Die Wasserbauarbeiten für den Hochwasserschutz der Emme dauern hingegen nur noch bis Ende 2019.

Der vom Kanton auf 8 Mio. Franken bezifferte Kostenrahmen für die Brücke konnte bisher eingehalten werden, sagt Winkler. Anstelle von Pfeilern im Uferbereich wie heute wird nur ein Pfeiler in der Flussmitte die Brücke abstützen. Länger soll die Brücke insgesamt nicht werden, dafür erhält die Emme unter der Brücke mehr Raum. Ein Jahrhunderthochwasser soll künftig unter der Brücke Platz finden.

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