Kirschblüten-Gemeinschaft

Nach dem Tod des Gurus übernimmt seine Frau die spirituelle Führung

Demonstration der Kirschbluetengemeinschaft gegen Mobbing und Ausgrenzung Samuel Widmer © Hansjoerg Sahli

Samuel Widmer und seine Frau Danièle Nicolet, hier während einer Demonstration in Solothurn 2011. Nicolet soll die Kirschblütengemeinschaft künftig leiten. (Archiv)

Demonstration der Kirschbluetengemeinschaft gegen Mobbing und Ausgrenzung Samuel Widmer © Hansjoerg Sahli

Der Tod des schillernden Gurus Samuel Widmer bedeutet nicht das Ende der Kirschblüten-Gemeinschaft. Widmers Ehefrau Danièle Nicolet wird die Führung übernehmen, weiss Sekten-Experte Hugo Stamm.

Er war ein genauer Beobachter von Samuel Widmer. Der Journalist Hugo Stamm bezog seine Informationen rund um die Kirschblütler von Aussteigern der Gemeinschaft, nachdem ihm Samuel Widmer ein Kontaktverbot auferlegt hatte. 

Wie Stamm erklärt, war Widmer «als spiritueller Weltenlehrer bis zum Schluss die unumstrittene Führungsfigur der Gemeinschaft und wurde von seinen Anhängern wie eine messianische Figur verehrt».

Als Nachfolge sei Widmers Ehefrau Danièle Nicolet schon seit längerem aufgebaut worden. Die Gemeinschaft brauche, jemanden, der sie im Übersinnlichen anleite. Ausserdem werde Nicolet aufgrund ihrer spirituellen Fähigkeiten verehrt, erklärt Stamm.

Sex-Guru Samuel Widmer tot

Sex-Guru Samuel Widmer tot

Der 68-jährige Gründer der Kirschblütengemeinschaft ist an Herzversagen gestorben. Der Psychologe hatte zur Therapie illegale Drogen eingesetzt.

Auch vermutet er, dass die Nachfolgeregelung reibungslos ablaufen werde. Kaum ein Mitglied werde die Gemeinschaft aufgrund von Widmers Tod verlassen.

Am Mittwoch verstarb der umstrittene Arzt und Psychotherapeut Samuel Widmer 68-jährig überraschend an Herzversagen. Er war der Anführer der sektenähnlichen Kirschblüten-Gemeinschaft, in der in Gruppentherapien Substanzen wie Ecstasy und Mescalin abgegeben worden sein sollen. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. (coh/crs)

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