Biberist
Lesen und begegnen: Der neue Bücherschrank macht es möglich

In Biberist wurde der Bücherschrank beim Coop-Kreisel eingeweiht. Der Schrank wird in der Zukunft alle paar Tage von Freiwilligen kontrolliert werden.

Agnes Portmann-Leupi
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Das Interesse an Büchern bringt Menschen zusammen.

Das Interesse an Büchern bringt Menschen zusammen.

Agnes Portmann

«Ich hoffe, dass der Bücherschrank zu einem neuen Treffpunkt für Biberist wird, an welchem man neben dem Buchaustausch auch noch ein bisschen plaudern kann», sagt Manuela Bürki, die mit zwei Büchern unter dem Arm zur Einweihung erscheint. Die junge Samira Hobi meint: «Ich denke, der einfache, kostenlose Zugang zum Bücherschrank kann das Interesse am Lesen und die Gemeinschaft fördern.»

Für diese Wünsche und Hoffnungen scheint der Standort des neuen offenen Bücherschranks wie geschaffen. Auf der Wiese vis-à-vis des Coop-Centers ist er nämlich einladend von einer Sitzbank, von der rauschenden Emme, dem plätschernden Brunnen und dem «Schnägg» umgeben.

Rund 60 Personen, die meisten mit einem Buch ausgerüstet, fanden sich zur Einweihung ein. «Superidee», war ein oft gehörtes Wort. Viele Besucher berichteten, dass sie offene Bücherschränke, wo immer möglich, durchstöberten. Das erste Buch, «Biberist – Dorf an der Emme», platzierte Vizegemeindepräsident Beat Affolter in den Schrank. Nicht wenige traten nach dem lebhaften Apéro den Heimweg mit einem neuen spannenden Buch an.

Rund 400 Bücher

Verantwortlich für die Realisation des Bücherschrankes ist die aus verschiedenen Bereichen zusammengestellte Arbeitsgruppe mit Susanne Mollica, Marlies Jeker, Annelies Vessaz, Gion Jost und Franz Portmann. Vor einem Jahr begannen die Gespräche mit der Gemeinde, die Planung und die Suche nach Sponsoren. Rund die Hälfte der Kosten berappen die Sponsoren, die andere Hälfte übernimmt die Einwohnergemeinde. Hergestellt hat den robusten und wetterfesten Bücherschrank aus Hartmetall die Firma «Raumformer» aus Zuchwil.

Aus einem Wirrwarr von Metall-Buchstaben ist an den Seitenwänden «offener Bücherschrank» zu entziffern. Rund 400 Bücher finden Platz. Ein Team von Freiwilligen wird den für alle – Menschen aus dem Dorf, der Region oder Passanten – offenen Bücherschrank mehrmals pro Woche kontrollieren. Erwünscht sind nämlich Bücher in gutem, sauberem Zustand, aber keine Fachliteratur sowie keine Bücher über Pornografie und Rassismus.

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