Regierungsratsbeschluss

«Nach sieben Jahren Arbeit, sind wir froh, dass die Revision jetzt durch ist»: Langendorf hat eine neue Ortsplanung

Langendorf hat die Ortsplanungsrevision abgeschlossen

Langendorf hat die Ortsplanungsrevision abgeschlossen

Der Regierungsratsbeschluss genehmigt die Ortsplanungsrevision und weist vier Beschwerden ab.

Die Regierung hat die neue, revidierte Ortsplanung in Langendorf genehmigt. «Nach sieben Jahren Arbeit, sind wir froh, dass jetzt die Ortsplanungsrevision durch ist», sagt Gemeindepräsident Hans-Peter Berger. Dass die Revision so lang gedauert hat, sei äusseren Umständen zu schulden: Durch das neue Raumplanungsgesetz des Bundes, die Planungsarbeiten im Zusammenhang mit der Einzonung in Bellach Grederhof Ost und der Umzonung des Delta-Areals wurden die geplanten Arbeiten verzögert.

Gestartet sind sie schon 2013 mit der Ausarbeitung eines räumlichen Leitbildes für Langendorf. Die Mitwirkungsveranstaltungen wurden rege besucht und das Leitbild an der Gemeindeversammlung angenommen. Ab dann ging es darum, die Siedlungsgebiete zu bereinigen und «einen Beitrag zur Siedlungsentwicklung nach innen zu leisten», wie man dem Regierungsratsbeschluss entnehmen kann.

Langendorf wird als urbane Gemeinde eingestuft und sei dicht zu gestalten. Das heisst, mehrere Aufzonungen von Gebieten in Zonen mit höherer Geschossigkeit und Nutzungsdichte wurden vorgenommen. So können beispielsweise in einigen Wohnzonen statt ein- bis zweigeschossige Gebäude, dreigeschossige Gebäude errichtet werden.

Der Gestaltungsplan für das Delta-Areal steht

Die wichtigste Umzonung für Langendorf war die des Indus­triegebiets beim ehemaligen Delta-Areal in eine Mischzone. Das momentan wenig belebte Industrieareal wird zurückgebaut, und Wohnungen sollen dort entstehen. Das Gebiet sei ideal für eine neue Überbauung, da es zentral liegt, schon überbaut ist und daher keine grüne Wiese zubetoniert werden muss. «Es werden dort auf ungefähr 2,6 Hektaren 180 bis 200 Wohneinheiten erstellt», erklärt Berger.

Er weiss das so genau, da auch der Gestaltungsplan für das Delta-Areal abgeschlossen wurde. «Es ist toll, dass beides noch dieses Jahr gelöst werden konnte», meint Berger. Durch diese Überbauung wird Langendorf mittelfristig einen Bevölkerungszuwachs von 10 Prozent erfahren. Berger hofft indes, dass die erste Bauphase in drei Jahren beginnen kann.

Beschwerden wurden vom Kanton abgewiesen

Der Regierungsrat hat nicht nur die Ortsplanungsrevision genehmigt, sondern auch über vier Beschwerden befunden, welche nicht von der Gemeinde bereinigt werden konnten. Zwei Einsprachen betrafen Details der Ortsplanungsrevision, die Dritte das Areal beim Trittbachhof. Die Besitzerin wünschte sich eine Anpassung des Ortsplans, damit sie mehr Verkaufsfläche, mehr Ausstellungsflächen und eine oberirdische Parkfläche auf ihrem Gebiet errichten kann. Die letzte Beschwerde betrifft der Eisenbahnweg. Dort soll die Baulinie fünf Meter betragen und nicht wie jetzt geplant vier und drei Meter. Alle Beschwerden wurden abgewiesen.

Drei Beschwerdeführer werden den Entscheid an das Verwaltungsgericht weiterführen. Das hat aber keine aufschiebende Wirkung, und die unbestrittenen Teile der Ortsplanungsrevision treten in Kraft. «Ich bin froh, dass wir jetzt für die nächsten 15 Jahren Rechtssicherheit haben», sagt Berger erleichtert.

Autorin

Judith Frei

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