Hochbetrieb herrschte auf der Schulanlage Gländ II in Gerlafingen. Die Feuerwehr beider Gerlafingen, der Zivilschutz Wasseramt West sowie die Kantonspolizei, die Sanitäter der Solothurner Spitäler AG und das Technical Rescue Team Zuchwil erwarteten die Besucher, um ihnen einen Einblick in den Bevölkerungsschutz zu geben. Trotz des Regens kamen am Samstag viele Interessierte, um die Rettungskräfte im Einsatz zu sehen.

Zuerst wurde eine Evakuationsübung auf dem Schulgelände durchgeführt. Simuliert wurde ein Brand im Schulhaus mit teilweise verletzten Personen, die durch den Brand im Gebäude eingeschlossen waren. Die Junioren des FC Gerlafingen übernahmen die Rollen der Brandopfer, einige von ihnen wurden sogar vom Samariterverein Derendingen mit künstlichen Brandverletzungen versehen. Feuerwehrkommandant Sascha Egger erklärte: «Die vom Brand eingeschlossenen Personen werden mit Leitern über die Fassade des Gebäudes gerettet.» Auch die Aufgaben von Polizei, Sanitäter und dem Zivilschutz wurden in die Übung miteinbezogen und erläutert. Anschliessend hatten die Besucher die Möglichkeit, sich bei den anwesenden Rettungsorganisationen zu informieren und Fragen zu stellen.

Der Anlass symbolisierte auch das Ende einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr beider Gerlafingen und dem Zivilschutz Wasseramt West. Dieser wird ab dem 1. Januar 2019 in die neue Organisation Aare Süd überführt. «Für uns als Feuerwehr geht eine lange Partnerschaft zu Ende», erklärt Egger. Man werde sehen, wie die sich die Zusammenarbeit mit der grösseren Organisation Aare Süd entwickle. «Es wird dadurch sicher unpersönlicher, als es bis anhin war. Die vergangenen gemeinsam bestrittenen Grosseinsätze haben uns natürlich zusammengeschweisst.» Das findet auch Urs Schüpbach, Kommandant des Zivilschutzes Wasseramt West, er fügt an: «Es wird sich zeigen, wie die Zusammenarbeit in Zukunft vonstattengeht.»