Wie nachhaltig, vielfältig und lehrreich kann eine Projektwoche sein? Dieser Herausforderung stellten sich die Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen der Kreisschule während einer ganzen Woche. Dabei entstanden in altersdurchmischten Gruppen vom Kindergarten bis zur 6. Primarklasse kunterbunte Kunstwerke: Es wurden verschiedene Hüpfspiele auf den beiden Pausenplätzen aufgemalt. Es entstand ein neuer Schulgarten. An einer Garagenwand auf dem Schulareal in Recherswil wurde mit externer Hilfe ein Graffiti kreiert. Für die Dekoration im Innenbereich wurden grosse Mosaike und in zwei Ateliers Skulpturen hergestellt.

Voneinander lernen

Im Reporter-Atelier wurden fleissig Interviews durchgeführt und Fotos gemacht. Die Bearbeitung der Texte und der Fotos erfolgte auf den neuen Notebooks und iPads, über welche die Kreisschule seit kurzem verfügt. Kinder, die eine kurze Pause brauchten, konnten sich aktiv in der Turnhalle im Timeout-Atelier «erholen».

Weiter bereiteten die Kochprofis leckere Köstlichkeiten für das Fingerfood-Buffet vor, welche an der Vernissage serviert wurden. Während der ganzen Woche herrschte in allen Ateliers eine sehr positive, kreative und lustvolle Stimmung. Die Kinder setzten sich zusammen mit den Lehrpersonen aktiv mit verschiedensten Lernformen und Materialien auseinander und durften dabei viele Erfahrungen sammeln. Dass dabei nicht immer nur die Kleinen von den Grossen lernen, sei an verschiedenen Orten festgestellt worden, so die Schulleitung.

Vernissage zum Abschluss

Zum Abschluss der Projektwoche waren über 400 Personen zur Vernissage beim Schulhaus Obergerlafingen anwesend. Der Abend wurde mit einem bunten Tanz, der von allen Schülern der Kreisschule vorgeführt wurde, eröffnet. Nach der Ansprache des Schulleiters konnten die Kunstwerke, die in der Projektwoche entstanden sind, an beiden Schulstandorten besichtigt und bestaunt werden. Weiter durften die Gäste Kunstwerke anschauen, welche vorgängig an einem Themenmorgen klassenübergreifend zu einem Künstler erarbeitet wurden.

Der grosse Aufwand habe sich gelohnt, schreibt die Schulleitung. Sie erwähnt nicht nur die positiven Rückmeldungen der Vernissage-Besucher und die entstandenen Werke. Von allen Beteiligten seien das gegenseitige Unterstützen, das Rücksichtnehmen, das Übernehmen von Verantwortung, das Kennenlernen anderer Kinder und Lehrkräften als wichtige positive Punkte hervorgehoben worden. Die Kunstwerke sind nun bis auf weiteres für alle Interessierten zugänglich und bespielbar – für grosse und kleine Kinder, die eine kunterbunte kleine Welt erleben wollen. (mgt)