Zuchwil

Ideenwettbewerb ist entschieden: Kinder- und Jugendzentrum nimmt Gestalt an

Illustrationen sind manchmal trügerisch: Diese zeigt als Projektidee das neue Kinder- und Jugendzentrum mit Kinderkrippe, Vorkindergarten und schulergänzendem Bereich. Vorgesehen ist aber nur der Bau eines Stockes. Ein zweiter Stock ist später bei Bedarf machbar.

Illustrationen sind manchmal trügerisch: Diese zeigt als Projektidee das neue Kinder- und Jugendzentrum mit Kinderkrippe, Vorkindergarten und schulergänzendem Bereich. Vorgesehen ist aber nur der Bau eines Stockes. Ein zweiter Stock ist später bei Bedarf machbar.

Der Ableger des Zuchwiler Kinder- und Jugendzentrums auf dem bisherigen Robinsonspielplatz entwickelt sich.

«Die vier eingeladenen Architekturbüros gaben alles», sagte Peter Baumann, Leiter Bau und Planung, im Gemeinderat. Sie entwickelten je eine Projektidee für den vom Gemeinderat gewünschten Ableger des Kinder- und Jugendzentrums. Als Standort vorgesehen ist der heute wenig benutzte Abenteuerspielplatz in der Nähe des Sportzentrums. Im Norden von Zuchwil ist nicht nur ein grosses Wohnquartier. Dort, am Amselweg und auf dem Riverside-Areal, findet Zuchwils Bevölkerungsentwicklung statt.

Bei der Beurteilung der Projektideen standen die Hauptkriterien Nutzung, Gestaltung und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund, erklärte Reto Vescovi, der die Projektentwicklung begleitet. Das Projekt des Architekturbüros Arnet Architektur habe dabei am meisten überzeugt. Dieses soll mit der Weiterbearbeitung beauftragt werden. Die Kosten für die Erarbeitung eines Vorprojekts sowie die nachfolgende Mitarbeit werden auf 70'000 Franken geschätzt, womit eine freihändige Vergabe möglich sei, erklärte Vescovi auf eine entsprechende Frage von Karen Bennett (FDP).

Soll der Bau einen Keller erhalten?

Neben der grundsätzlichen Kritik der SVP – «Kinderkrippen sind absolut überflüssig», so Silvio Auderset – gab es weitere Kritikpunkte im Gemeinderat. Bruno Ziegler (FDP) kündigte einen Antrag für eine Unterkellerung des Objekts an. «Wie wir im bestehenden Kinder- und Jugendzentrum sehen, werden solche Räume gebraucht, und es wäre schade, das nicht zu machen.» Gemeindepräsident Stefan Hug (SP) fand es unnötig, zwingend Geld für einen Keller auszugeben, wenn das bisher einstöckig geplante Gebäude bei Bedarf noch aufgestockt werden kann: «Bei Bedarf.» Der Antrag von Ziegler wurde aber gutgeheissen.

Er werde zwar das 2,5-Millionen-Projekt unterstützen, aber er müsse den Gemeinderat in Bezug auf die Investitionen grundsätzlich mahnen, erklärte Patrick Marti (SP). Über 51 Millionen Franken würden 2018 bis 2021 (Finanzplan) investiert. Bei einer ursprünglich festgelegten Investitionsquote von jährlich 4 Mio. Franken sei dies 3,2-mal zu viel. «Die Investitionstätigkeit ist deutlich zu hoch.» Zuchwil investiere viel, gibt der Gemeindepräsident Marti recht: «Es ging uns auch noch nie so gut wie heute.»

Aber Zuchwil investiere nicht kopflos. Man habe auch schon Projekte zurückgestellt. Dennoch verlangte Marti im Zusammenhang mit der Erweiterung Kostentransparenz, das heisst eine Auflistung der zusätzlichen Betriebskosten. «Wir werden die zusätzlichen Kosten durch den Betrieb aufzeigen», erklärte Schuldirektor Stephan Hug (SP), Präsident Stiftung KIJUZU. Er mahnte aber auch, dass bereits Wartelisten geführt werden müssen. «Wir haben heute nicht mehr 70 bis 80 Kinder pro Jahrgang wie vor zehn Jahren, sondern 90 bis 100. Die Leute ziehen uns weg, wenn sie ihre Kinder nicht unterbringen können.» Martis Antrag fand eine Mehrheit. Ebenso die ursprünglichen Anträge. Bis Ende April soll dem Gemeinderat ein Projekt vorgelegt werden, das er für die Sommergemeindeversammlung genehmigen könnte. Dann würde man im sportlichen Zeitplan mit Bezug im Sommer 2021 liegen.

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