Subingen

Grosse Ehre für Jubilar: Bahnhofplatz wird nach Ex-Gemeindepräsident benannt

Der Subinger Bahnhofplatz wurde just am 80. Geburtstag nach dem ehemaligen Gemeindepräsidenten Rolf Sauser benannt. Gleichzeitig wurde auch der offene Bücherschrank eingeweiht.

Was haben eine Platztaufe, ein 80. Geburtstag und ein altes Bahnhofsschild miteinander zu tun? Es sind Puzzlesteine, die miteinander verwoben, dazu führten, dass der Platz beim alten Bahnhof in Subingen gestern auf den Namen «Rolf Sauser Platz» getauft wurde. Der Platz wurde nach dem Bau der Langsamverkehrsroute entlang der Bahnlinie komplett neu gestaltet und soll mit dem modernen Brunnen und dem Baumdach zu einem Dorfplatz und Treffpunkt für die Bevölkerung werden.

Rolf Sauser, viele Jahre Gemeindepräsident in Subingen, konnte gestern seinen 80. Geburtstag feiern. Seine Kindheit verbrachte er gemeinsam mit seinen sechs Geschwistern, die alle noch leben, im ehemaligen Bahnhofsgebäude. Sein Vater war nämlich Bahnhofsvorstand.

1996 wurde der Bahnhof in Subingen geschlossen. Mit den Regionalzügen verschwand auch das offizielle blaue Bahnhofsschild, das die Behörden gerne behalten hätte. Zufällig fand es Anita Sauser, eine Nichte von Rolf Sauser, vor rund eineinhalb Jahren in einem Antiquitätengeschäft in Neuenburg. Sie erstand das Schild und brachte es zurück ins Wasseramt. In der Zwischenzeit wurde es poliert und aufgefrischt.

Der Bahnhoplatz Subingen ist getauft und er heisst ab sofort Rolf Sauser Platz

Der Bahnhoplatz Subingen ist getauft und er heisst ab sofort Rolf Sauser Platz

Wandel eingeläutet

Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Gemeinde Subingen geprägt durch die Landwirtschaft. Dann zogen die von Roll und die Firma Rollmaplast ins Dorf. «Damit begann der Wandel», erklärte Gemeindepräsident Hans Ruedi Ingold gestern Sonntag bei der Einweihungsfeier. Gleichzeitig habe eine neue Generation von Gemeinderäten und Kommissionsmitgliedern im Dorf die Arbeit aufgenommen. «Es war eine Generation von Leuten mit viel gestalterischem Willen.» Steinemann, Born, Ramseier, Ziegler, Burkhard, Styner, Ingold, Winistörfer, Höpfner, Meier, Stauder und Solothurnmann hätten die Protagonisten unter anderem geheissen.

Und mitten unter ihnen auch der damals neu gewählte Ammann Rolf Sauser. «In dieser Zeit wurde Subingen langsam aber stetig entwickelt. In Vielem hat die Gemeinde eine Vorreiter-Rolle eingenommen», so Ingold. Eine vollamtliche Verwaltung wurde installiert. Es entstanden die ersten Reglemente. Die Oesch wurde korrigiert, öffentliche Gebäude geplant und gebaut. Auch Erschliessung und Bau der Kanalisationen wurde an die Hand genommen. «Subingen gehörte zu den ersten Gemeinden die eine Ortsplanung erarbeitet hat. Auch hatte die Gemeinde als eine der ersten ein Perimeterreglement.»

Eine klare Linie

Damit kam Ingold auf den Platz beim Bahnhof zu sprechen. «Für mich ist dieser Platz symbolisch für den Geist der damaligen Gemeindeführung.» Der Platz sei gestaltet, offen, habe eine klare Linie. Man könne sich auf dem Platz treffen, Bücher aussuchen, verweilen, Pétanque spielen, oder den Blick einfach in die Ferne schweifen lassen. «Es sehen es nicht alle gleich wie ich», so Ingold weiter. «Für mich ist der Platz ein Musterbeispiel der Verbindung von Funktionalität und Ästhetik und damit auch ein gutes Beispiel für den Umgang mit dem öffentlichen Raum.»

Gleichzeitig mit der Platztaufe wurde auch der offene Bücherschrank eingeweiht, der in Zusammenarbeit der Kultur- und Sportkommission mit dem Verein «mir isch ned glich» aufgebaut wurde. Das Bahnhofsschild wird ebenfalls auf dem Rolf Sauser Platz aufgehängt. Offiziell wurden zudem das «Linde Pärkli», der «Auti Chäsi Platz», das «Sankt Urse Pärkli» und der «Grillplatz a der Oesch» benannt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1