Messen

Gemeinderat lanciert Umfrage zum Glockengeläut

Läuten die Glocken in der Nacht, kann das nerven.

Läuten die Glocken in der Nacht, kann das nerven.

Die Beschwerde zum nächtlichen Klang vom Kirchturm in Messen wurde im Gemeinderat kontrovers diskutiert. Nun wird eine Umfrage ins Leben gerufen.

Gemeindepräsident Bernhard Jöhr hatte schon im Vorfeld die Verantwortung geklärt: Für das Geläute der Glocken aus religiösen und kultischen Anlässen ist die Kirchgemeinde zuständig. Die Einwohnergemeinde regelt rund um die Uhr den Stundenschlag. Moniert wurde von zwei Beschwerdeführern, dass der Ganz-, Halb- und Viertelstundenschlag in der Nacht als laut empfunden werde und die Ruhe störe. Ob sich da nicht eine Lösung anböte?

Technisch sei das nicht so ganz einfach, zeigte die Diskussion im Rat, der durchaus Verständnis für die Problematik zeigte. «Wir sind mit dem Glockenschlag aufgewachsen, er ist ein Element unserer hiesigen Dorfkultur», hiess es in der Aussprache. Als Gemeinderat wolle man die Entscheidung nicht alleine treffen, dazu sei die Basis zu schmal. Um eine breitere Grundlage, durch die Sicht von möglichst vielen Einwohnerinnen und Einwohnern zu erhalten, wird im nächsten «Info» eine Umfrage mit Bitte um Rückmeldung gestartet. Gleichzeitig will der Rat die technische Machbarkeit und die Kosten für eine Änderung abklären.

Wärmeverbund: nochmals diskutieren

Im Messener Ortskern will eine Privatperson einen Wärmeverbund initiieren, bei dem sich auch Gemeindeliegenschaften anschliessen könnten. Gemeinderat Adrian Grossenbacher informierte zum Stand der Dinge. Als Anschauungsbeispiel dien-te auch ein im Ort bereits bestehender Wärmeverbund. «Uns ist klar, dass wir im Gemeindehaus demnächst unsere Heizung ersetzen müssen», erklärte der Gemeindepräsident – aber mit Blick auf mehrere Möglichkeiten wie Wärmepumpe, Pellet- oder Holzschnitzelheizung. Gerade mit letzterer Anlage könnte die Verpflichtung verbunden werden, 30 Prozent der jährlichen Holzmenge im Forstbetrieb Bucheggberg zu kaufen.

«Möglicherweise kostet das etwas mehr, aber wir unterstützen damit die Region», so Jöhr. Die Grundsatzdiskussion erbrachte im Ergebnis, dass das Modell Wärmeverbund nochmals überdacht werden sollte. Vor allem müsse der Preis für den Energiebezug günstiger werden, war man sich einig. Denn schliesslich sollte sich die gesamte Finanzierung eines Wärmeverbundes trotz rätlichem «Goodwill» auch vor der Bevölkerung rechtfertigen lassen.

800-Jahr-Jubiläum in zwei Jahren

Am 5. Mai 2023, einem Freitag, will die Gemeinde Messen ihr 800-Jahr-Jubiläum feiern. Einwohner Heinz Iseli hat diese Erwähnung von Messen aus dem Jahr 1223 in alten Schriften entdeckt. Zu einer ersten Sitzung des Organisationskomitees am 26. Oktober sind neun Personen eingeladen, die unterschiedliche Bereiche vertreten. Der Gemeinderat war damit einverstanden, dass ein Betrag von 5000 Franken ins Budget 2021 für die anlaufenden Vorbereitungen aufgenommen wird.

Die OK-Mitglieder werden gemäss kommunaler Dienst- und Gehaltsordnung entschädigt, denn es handle sich «um eine Ad- hoc-Kommission in unserem Interesse», wie Gemeinderat Adrian Schluep unterstrich.

In Vorbereitung der Gemeindeversammlung am Dienstag, 27. Oktober, hat der Gemeinderat beschlossen, die wichtigen Teilleitbilder zur Ortsplanungsrevision auf der Website zu veröffentlichen.

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