Luterbach

Gemeinderat ist für die Einführung von Tagestrukturen

Das jetzt vorliegende Konzept richtet das Angebot auf Schulkinder vom Kindergarteneintritt bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit aus.

Das jetzt vorliegende Konzept richtet das Angebot auf Schulkinder vom Kindergarteneintritt bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit aus.

Der Gemeinderat Luterbach will Tagesstrukturen einführen, will aber bei der Planung etwas Tempo rausnehmen.

Schon im Herbst 2017 gab der Gemeinderat den planerischen Start frei für «Tagestrukturen». Das dem Gemeinderat jetzt vorliegende Konzept richtet das Angebot auf Schulkinder vom Kindergarteneintritt bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit aus. Dazu gehören Mittagstisch, Aufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung. Die Familien mit Kleinkindern, deren Eltern gemeinsam zu mindestens 120 Prozent berufstätig sind, werden mit in der Höhe genau definierten Betreuungsgutscheinen unterstützt, um Tageseltern oder Krippenplätze zu nutzen.

Für Schulkinder, deren Erziehungsberechtigte ebenfalls erwerbstätig sind, sollen je nach Familieneinkommen ebenso Betreuungsgutscheine die finanzielle Eigenleistung ergänzen. Das im Gemeinderat durch Schulleiterin Katrin Kurtogullari-Rentsch und Patrick Probst vorgestellte Projekt ist weit gediehen und will die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die soziale Integration unterstützen.

Die Aussprache im Rat zeigte, dass der Zeitdruck bezüglich Eröffnung 2021 oder erst 2022 verringert werden soll. Urs Rutschmann: «Wir müssen dringend Tempo herausnehmen, weil doch etliches ungeklärt ist.» Wichtig werde sein, wo die Tagessstrukturen angesiedelt werden können. Gibt es dazu Räumlichkeiten der Gemeinde, bei privaten Vermietern, oder muss neu gebaut werden? Die Standortfrage wird den Trägerverein des «Tagi Luterbach» gemeinsam mit Fachleuten beschäftigen.

Auf dem Prüfstand im Rat standen die weiteren Planungskosten. Beantragt waren zusätzlich zu den in dieser Periode bewilligten 20'000 Franken weitere 50'000 Franken im Budget 2020. Im Gemeinderat einigte man sich auf 20'000 Franken.

Gemeinderat rechnet mit weniger Quellensteuern

Die zweite Lesung für das Budget 2020 zeigte, dass mit einer halben Million weniger an Quellensteuern zu rechnen ist. Zwar seien die Nachrichten aus der Firma Biogen, die die Produktion des Demenz-Präparats wieder aufnimmt, ermutigend und entlastend für Luterbach, doch keine Einladung zum Schuldenmachen. Der Aufwand in der Erfolgsrechnung liegt bei 17.6 Mio. Franken, und der Aufwandüberschuss beträgt inklusive Zusatz für Tagesstrukturen 106'000 Franken. Die Nettoinvestitionssumme beläuft sich auf 1.7 Mio. Franken, die als anfänglicher Wunschbedarf von 3.5 Mio. Franken halbiert wurde. Der Steuerfuss für beide Kategorien beträgt 127 Prozent. (gku)

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