Leberberg/Wasseramt

Gemeinderäte müssen sich in lustigen Prüfungen bewähren – jetzt sind die Narren an der Macht

Karetten-Rennen um den Subinger Kreisel: Viele Gemeinderäte haben verschlafen. Deshalb werden halt Figuranten umhergefahren. Fotos. Hanspeter Bärtschi

Karetten-Rennen um den Subinger Kreisel: Viele Gemeinderäte haben verschlafen. Deshalb werden halt Figuranten umhergefahren. Fotos. Hanspeter Bärtschi

Die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler feierten sich zum Fasnachtsbeginn selber. Eindrücke aus Subingen, Selzach, Kriegstetten, Deitingen, Luterbach, Zuchwil und Oberdorf.

Pünktlich um 11.11 Uhr startete die Fasnacht in Subingen. Ober Ruedi Schnider und seine Oeschzunft-Brüder setzten den Gemeinderat ab. Damit diese bis Aschermittwoch «nid löie» mussten sie sich in einem Wettrennen bewähren. Mit Karetten ging es im Wettrennen rund um den «Kreuz-Kreisel»:

Hilari 2019 Subingen

Karetten-Sport in Subingen.

Die kakophonischen Klänge lieferten die Oeschschränzer.

In Selzach wurde Gemeindepräsidentin Silvia Spycher ebenfalls abgesetzt. Nach einem Warm-up zu den Klängen von «Macarena» wurde «fünf gegen eins» gespielt. Als Preis winkte ein Konfettiregen. Bei jeder falsch beantworteten Frage wurde nämlich ein mit Konfetti gefüllter Ballon über einer Zuschauerin oder einem Zuschauer ausgeleert. Für warme Füsse sorgten die Nuggi-Guggi, die Schnabuwetzer und die Fürobe-Blooser.

«Zauber-Haft» ging es in Kriegstetten zu. Zunftmeister Kurt Steiner setzt Oberin Claudia Hürlimann offiziell ein. Während die eine Gruppe der Zunft «zauberhafte» Kunststücke aus dem Gefängnis präsentierte, erzählte die andere Gruppe Brisantes aus dem Mülleimer. Die Zunftmusik der Chräbszunft und diverse Guggen, darunter die Baukis, rundeten den Fasnachtsbeginn ab.

«Schickimicki» war am Sonntag in Deitingen angesagt. Für einmal wurde die Absetzung des Gemeinderates nicht draussen auf der «Place de Hilari», sondern drei Mal nacheinander im Restaurant durchgeführt. Schickimicki eben und ohne kalte Füsse. Das Chäswiler Fasnachtskomitee und der Gemeinderat erhielten Unterstützung von den Chäslochbrätschern und der Schnitzelbankgruppe «Kurschatte & Friends» .

Nach bewährter Manier wurde auch in Luterbach Hilari gefeiert. Das Motto für 2019 heisst «Rock’N’Bach Billys». Kein Glück war der Strümpflizunft bei der Suche nach einem neuen Ober beschieden. Darum wird Remo Moser Obernarr 2017 den Job noch einmal übernehmen. Freiwillige für 2020 dürfen sich sicher gerne melden. Musikalisch unterhielten Nuggi-Guggi, Schnadehüdeler, Luaare und Baukis.

Fasnachtsstart auch in Niederwil. Platzkonzert der Schnadehüdeler und das «Lampe ufe loh» standen auf dem Programm.

Neu aufgenommene Zünftler

In Zuchwil wurde wie jedes Jahr die Laterne auf dem Kreisel beim Gemeindehaus gemeinsam entzündet. Danach haben sich die beiden Zünfte in ihre Stammlokale begeben. Dabei kam es zu einer Premiere. Zum ersten Mal seit dem Einzug der Provinznarren in die Villa Linde gab es am Hilari drei Taufen. Die Provinznarren haben an diesem Sonntagabend Daniel, Patric und Urs nach bestandener Prüfung aufgenommen. Nachdem die drei zusammen mit dem zahlreich erschienen Publikum erfolgreich eine Tanzaufgabe absolviert hatten, wurden sie traditionell mit Salz und Pfeffer getauft. Die Sans Gene-Zunft eröffnete die Fasnacht mit der Proklamation wie immer im Martinshof. Dabei spielte auch die Zunftmusk auf. Traditionsgemäss besuchen die beiden Zünfte einander jeweils.

In Oberdorf freute man sich bereits auf «Olympia idr Wübofarena» an der Narrennacht. Guggeober Phippu (Wüudbach Blosofoniker) verkündete das Fasnachtsprogramm mit dem Motto «Ruf doch die Bullen». Traditionsgemäss übergab der Gemeindepräsident Patrick Schlatter den Gemeindeschlüssel. Der neue Oberchessler Kilian Walter wurde von der abtretenden Amtsinhaberin Kirstin Amstutz feierlich eingekleidet. Er hat nun Zeit sich sportlich auf die Chesslete vorzubereiten.

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