Hans-Peter Berger (Gemeindepräsident Langendorf, Vorsitzender Ausschuss Agglomerationsprojekt Repla Espace Solothurn) machte klar, dass es die Mitarbeit aller Gemeinden braucht, wenn das Agglomerationsprogramm gelingen soll. So müssten Wirkungsschwerpunkte definiert werden, die über die Gemeindegrenzen hinweg von einer ganzen Region getragen werden können. «Wir müssen in der 4. Generation das Zukunftsbild besser zeigen und eine Strategie erarbeiten, wie wir die Massnahmen umsetzen wollen», so Berger. Das soll unter anderem mit Workshops geschehen. «Was wir nicht wollen, ist im stillen Kämmerlein arbeiten und den Gemeinden dann ein fertiges Aggloprogramm vorsetzen.» Die Priorisierung der einzelnen Projekte und Ideen müsse von allen getragen und von unten her entwickelt werden.

Einen Punkt pickte Berger speziell heraus. Den Begriff «Nächsterholung». Was Naherholung sei, das sei bekannt. «Nächsterholung» finde nicht innerhalb der bekannten Naherholungsgebiete oder im Wald statt, sondern innerhalb der Gemeinde, sie beginne vor der Haustüre. «Wir müssen uns vermehrt überlegen, wie wir Grün- und Erholungsräume auch innerhalb der Gemeinden schaffen.» Dies, obwohl gleichzeitig verlangt werde, verdichtet zu bauen.

Zweckverband auf gutem Weg

Martin Rüfenacht (Gemeindepräsident Horriwil, Präsident Verband Bevölkerungs- und Zivilschutz Aare Süd, VBZAS) informierte über den Stand der Arbeiten innerhalb der neuen Organisation. Mit Dominik Meyer konnte der künftige Kommandant des VBZAS bereits in einem Teilzeitpensum angestellt werden. Am 1. Januar 2019 starte die Organisation wie geplant mit vier Kompanien. «Wer will, kann weiterhin im Zivilschutz tätig sein», so Rüfenacht. Es sei aber nicht so, dass man händeringend nach Leuten suche.

Er machte weiter darauf aufmerksam, dass das Budget, mit den 15 Franken pro Einwohner pro Gemeinde, ausreiche. «Was weiterhin Sache der Gemeinden bleibt, ist aber der Unterhalt der Anlagen.»

Hauptdiskussionspunkt sei zurzeit das Vergütungssystem. «Wer als Zivildienstleistender beim slowUp im Bucheggberg mithilft, bekommt zurzeit nicht den gleichen Sold, wie beispielsweise derjenige, der beim Openair in Etziken mithilft.» Die vier Organisationen hätten komplett andere Strukturen, und diese müssten zusammengeführt werden.

Auch der Aufbau des regionalen Führungsstabes sei auf gutem Weg. «Hier sind wir auf Leute angewiesen, die die Situation in den einzelnen Regionen kennen.» Was bisher fehle, sei eine Risiko- und Gefahrenanalyse für die Gesamtregion. Rüfenacht erklärte zudem, dass Biberist, das bisher einen Abschnittsführungsstab hatte, diesen beibehält und zu einem Gemeindeführungsstab umformt. «Das steht einer Gemeinde frei.» Grundsätzlich habe er die Erfahrung gemacht, dass die Koordination in den Organisationen jetzt schon recht gut funktioniere.

Kein Bundeslager im Wasseramt

Philipp Heri (Gemeindepräsident Gerlafingen) informierte kurz über die geplante Fusion der Sozialregionen Wasseramt Ost und Süd. An den Budgetgemeindeversammlungen sollte die Bevölkerung informiert werden. Schon im nächsten Sommer soll dann die Fusion spruchreif sein, sodass die neue Organisation am 1. Januar 2020 starten könnte.

Nicht angekommen ist bei der Schweizer Pfadi die Bewerbung des Wasseramtes für das Bundeslager 2021. «Pfadi Schweiz setzt auf einen einzigen grossen Lagerplatz und hat einige Bewerbungen erhalten, die diesem Wunsch entsprechen», erklärte Martin Rüfenacht.