Wasseramt

Gemeindepräsidenten-konferenz: Zivilschutz übernimmt wichtige Rolle

Wichtige Rolle des Zivilschutzes in der Coronakrise. (Symbolbild)

Wichtige Rolle des Zivilschutzes in der Coronakrise. (Symbolbild)

Am Treffen (per Video oder Telefon) der Wasserämter Gemeindepräsidenten war die Coronakrise bestimmendes Thema. Martin Rüfenacht (Horriwil), erzählte als Präsident Bevölkerungs- und Zivilschutz Aare Süd von den Aktivitäten des Verbandes im Zusammenhang mit der Coronakrise.

Die Zivilschutzorganisation mit zwölf Angehörigen im Bürgerspital Solothurn im Einsatz. Sie unterstützen die Zivilschutzorganisation Solothurn beim Betreiben der Notaufnahme. «Die Führung wechselt übrigens alle 14 Tage. Jetzt übernehmen wir den Lead», so Rüefnacht.

Der Verband Aare Süd hat zudem den Auftrag erhalten, einen Standort für den regionalen Führungsstab einzurichten. Dies für den Notfall, wenn der Führungsstab mit rund 20 Personen an einem zentralen Ort arbeiten müsste. Der dafür vorgesehene Standort in Luterbach ist vom Militär besetzt. Die Notlösung in Zuchwil in einem Zivilschutzkeller eigne sich nicht. Nun suche man einen oberirdischen Standort. Die Gemeinden müssten mit der neuen Zivilschutzorganisation keine lokalen Führungsstäbe mehr bilden. «Die gibt es nicht mehr. Gemeinden können aber auf eigene Initiative Ad-hoc-Organisationen aufbauen.» Dies könnte im Notfall sinnvoll sein.

Bereits in der letzten Woche haben 60 Angehörige von «Aare Süd» an 22 Standorten im Wasseramt Flyer vor allem an ältere Menschen verteilt. Vom Kanton erhielt «Aare Süd» zudem die Erlaubnis, 10 Prozent der Angehörigen bei Bedarf einsetzen zu dürfen. «Das sind rund 60 Angehörige unserer Zivilschutzorganisation, die in den Gemeinden für Aufgaben aufgeboten werden können», so Rüfenacht zu den Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten. Die Kosten muss aber die regionale Zivilschutzorganisation übernehmen.

Hilfsangebote für ältere Einwohner

Die Gemeindepräsidenten erhielten zudem die Gelegenheit, über die Massnahmen in ihren Dörfern zu berichten. Die meisten Gemeindeverwaltungen beschränken die Öffnungszeiten und arbeiten mit telefonischer Voranmeldung. Und in allen Gemeinden läuft eine Solidaritätsaktion. Meist bilden die Verwaltungen eine Drehscheibe für freiwillige Hilfeleistende und Hilfsbedürftige. In einigen Gemeinden wird diese Drehscheibe auch von privater Seite organisiert. In Gerlafingen etwa bieten 30 Leute Hilfeleistungen an. «Betreut werden aktuell etwa zehn Personen», erklärte Philipp Heri (Gerlafingen). Noch würden diese Hilfsangebote aber zu wenig genutzt.

Beantwortet wurde auch die Frage, wie die Bezahlung der Einkäufe für Hilfenutzende abgewickelt werden könnte. So erklärte Etienne Gasche (Oekingen), dass bei ihnen die Verwaltung per Karte bezahlt und den Betrag für die Einkäufe anschliessend denjenigen, die die Hilfe in Anspruch nahmen, in Rechnung stellt.

Der Notfall-Busfahrplan gilt seit gestern

Seit gestern gilt auf den BSU-Linien der neue Fahrplan. Hardy Jäggi (Recherswil) erklärte, dass auf der Linie 1 der Halbstundentakt gilt, die Linien 2 und 3 fahren gemäss Sonntags-Fahrplan, die Linien 4, 5, 6 und 9 im Stundentakt, Linie 7 unverändert und Linie 16 hält das Grundangebot mit Fahrten am Morgen, Mittag und Abend. Die Eröffnung der Linie 10 (Expresslinie zur Firma Biogen) wurde verschoben. 

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