Gerlafingen

Für mehr Verkehrssicherheit: Die Obergerlafingenstrasse wird umgestaltet

Bis Ende 2018 baut der Kanton noch auf der Kriegstettenstrasse. Kurz darauf soll dann die Obergerlafingenstrasse umgestaltet werden.

Ab Anfang März 2019 wird in Gerlafingen die Obergerlafingenstrasse umgestaltet. Die gesamte Bauzeit beträgt rund 22 Wochen und soll Mitte August 2019 enden.

Bis Ende 2018 baut der Kanton noch auf der Kriegstettenstrasse. Laut Peter Portmann, Leiter Projektmanagement Kreis I beim Amt für Verkehr und Tiefbau wird nun die Südseite der Strasse in Angriff genommen. Das Einbahnregime auf der Kriegstettenstrasse werde Ende November aufgehoben, so hoffe er.

Aber schon wenige Monate später wird in Gerlafingen wieder eine Strasse aufgerissen, geht es nach dem Terminplan des Kantons. Diesmal soll die Obergerlafingenstrasse, und zwar vom Kreisel im Zentrum bis zur Schulhausstrasse, umgestaltet und saniert werden. Laut Baupublikation soll an dieser Strasse in einem intensiven Rhythmus gebaut werden.

Geplant sind zwei Etappen à elf Wochen Arbeitszeit mit jeweils zwei Arbeitsgruppen. Vorgesehen ist ein Baustart ab Anfang März 2019. Die gesamte Bauzeit beträgt rund 22 Wochen (exklusive Deckbelagsarbeiten) und soll Mitte August 2019 enden.

In der ersten Etappe wird die Westseite des Strassenabschnitts umgestaltet und in der zweiten Etappe die Ostseite. Während der gesamten Ausführungszeit wird die Obergerlafingenstrasse im Einbahnregime in Richtung Obergerlafingen (Richtung Süd) geführt. Mit dem Einbahnregime in Richtung Obergerlafingen soll Rückstau im Kreisel Zentrum vermieden werden. Die Umleitung des Verkehrs in Richtung Nord erfolgt lokal über die Sonnenfeld- und die Kornfeldstrasse. Die Verkehrsbehinderung kann demnach nicht mit derjenigen auf der Kriegstettenstrasse verglichen werden.

Einzig der Schwerverkehr in Richtung Norden muss grossräumig über Obergerlafingen – Recherswil – Kriegstetten umgeleitet werden. Der Langsamverkehr wird während der Ausführung phasengerecht über örtliche Erschliessungsstrassen umgeleitet. Eine sichere Querung für Schülerinnen und Schüler wird im Bereich Park Oberfeld eingerichtet.

Sichere Schulverbindung

Diese dorfinterne Querung für Schüler ist eine wichtige Schulwegverbindung, welche von Schulklassen benutzt werden muss (zu Fuss und auf dem Velo), um zwischen zwei Unterrichtsorten hin und her zu pendeln.

Die nicht vorhandene Verkehrssicherheit für die Schüler ist einer der Hauptgründe der Neugestaltung der Obergerlafingenstrasse. Und mit ein Grund, dass das Projekt Gelder aus dem Agglomerationsprogramm Solothurn 3. Generation erhalten soll. Für die weiterführende Veloroute zwischen den Schulhäusern wird von der Gemeinde ein separater Auftrag ausgelöst.

Nach der Umgestaltung sind die Verbindungen von der Schulhausstrasse (rechts) in den Oberfeldpark sicherer.

Nach der Umgestaltung sind die Verbindungen von der Schulhausstrasse (rechts) in den Oberfeldpark sicherer. zvg

Nach der Umgestaltung sind die Verbindungen von der Schulhausstrasse (rechts) in den Oberfeldpark sicherer. 

An dieser Stelle, bei der Einmündung der Schulhausstrasse in die Obergerlafingenstrasse, erhalten die querenden Schüler mehr Sicherheit: Von der Westseite, weil sie neu über einen Mittelstreifen die Kreuzung passieren können, und auf der anderen Seite, weil sie das Trottoir im Mischverkehr mit den Fussgängern bis zur Einmündung in den Oberfeldpark nutzen können (siehe Illustration). Kommen die Schüler von der Ostseite, können sie gleich neben einem neuen Fussgängerstreifen die Strasse kreuzen (Velofurt) und dann ebenfalls im Mischverkehr mit Fussgängern bis zur Schulhausstrasse das Trottoir nutzen.

Kreisel hat zu viele Nachteile

An dieser Kreuzung verzichtet der Kanton nun definitiv auf einen Kreisel, wie von der Gemeinde angeregt. Eine Prüfung ergab mehr Nach- als Vorteile. Zwar würden die Geschwindigkeiten der Fahrzeuge von Obergerlafingen reduziert und die Lage der Fussgängerstreifen optimaler. Aber ein Kreisel an dieser Stelle genüge nicht den Normanforderungen.

Gemäss einer Feststellung des Velobeauftragten des Kantons Bern häufen sich die Unfälle mit Radfahrenden (Auto missachtet Vortritt Velo), wenn von den geltenden Normen abgewichen wird, insbesondere bei spitzwinkligen oder exzentrischen Zufahrten. Weiter rechtfertige die geringe Anzahl Fahrzeuge bei der einmündenden Schulhausstrasse keinen Kreisel, seien die Ein- und Ausfahrtswinkel ungenügend, insbesondere Fahrtrichtung Süd, und in der Gegenrichtung besteht das Risiko, dass ein Kreisel mit zu hoher Geschwindigkeit befahren würde.

Die Kosten für die Sanierung und Umgestaltung der Obergerlafingenstrasse werden auf 1,3 Millionen Franken budgetiert. Die Kosten in der Höhe von 56'000 Franken für die Erneuerung der Beleuchtung gehen zulasten der Gemeinde.

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