Wenig Freude

Fehlende Steuern bescheren Lohn-Ammannsegg hohen Verlust

Eine Million Franken weniger Steuereinnahmen als erwartet gingen ein. (Themenbild)

Eine Million Franken weniger Steuereinnahmen als erwartet gingen ein. (Themenbild)

Markus Sieber war an der Gemeindeversammlung von Lohn-Ammannsegg nicht nur von der geringen Anzahl Besucher enttäuscht. 17 Bürger und Bürgerinnen hatten den Weg in die Mehrzweckhalle gefunden. Der Gemeindepräsident machte den schönen Abend, die Maskenpflicht und den fehlenden Imbiss nach der Versammlung dafür verantwortlich. Wenig Freude machte ihm aber auch die Jahresrechnung.

Diese schloss mit einem Aufwandüberschuss von 582'363 Franken anstatt mit einem Verlust von 24' 000 Franken ab. Eine Million Franken weniger Steuereinnahmen als erwartet gingen ein. Bei den natürlichen Personen fehlten 500'000 Franken. Bei den Juristischen waren es 880'000 Franken. Nicht vorhersehbare Nachtaxationen aus den Vorjahren hätten hohe Rückzahlungen erfordert, erklärte Sieber. Der Eingang von Kapitalsteuern über 400'000 Franken hätte das katastrophale Resultat zumindest etwas abgemildert.

Erfreulicher präsentierten sich die Aufwandspositionen, die um 500'000 Franken besser ausfielen als erwartet. Budgetüberschreitungen gab es nur in den Bereichen Gesundheit und Kultur/Freizeit/Sport. Bruttoinvestitionen in der Höhe von 1,19 Millionen Franken wurden getätigt. Wegen Einnahmen
von Anschlussgebühren über 918000 Franken kamen die Nettoinvestitionen lediglich auf 273'000 Franken zu stehen.

Nächstes Jahr wird ein besseres Resultat erwartet

«Bilanzmässig sind wir mit einem Eigenkapital von 3,8 Millionen Franken im steuerfinanzierten Haushalt und 900 000 Franken bei den Spezialfinanzierungen in einer komfortablen Situation», betonte Sieber. Nur die Abwasserbeseitigung schloss bei den Spezialfinanzierungen mit einem Minus ab.

Der Blick in die Zukunft beschert Sieber keine Sorgenfalten. Er sei zuversichtlich, dass sich dieses Steuerdebakel nicht wiederholen werde. Er rechne mit Mehreinnahmen von 200'000 Franken von den natürlichen und 530 000 Franken von den juristischen Personen.

Heisse Punkte in der Ortsplanungsrevision beseitigt

Sieber informierte über einige Anlässe. Im Oktober findet ein Informationsanlass zur Infrastrukturplanung Hochbau statt. Dies als Vorbereitung für den Planungskredit an der Bud-
getgemeindeversammlung. Im November gibt es eine zweite Auflage der Ortsplanungsrevision. Bei den heissesten Punkten sei man den Bedürfnissen der Grundeigentümer entgegengekommen, sagte Sieber. Ende November wird der Souverän an einer Urnenabstimmung über den Verpflichtungskredit von 120 000 Franken für die Umsetzungsmassnahmen für Tempo 30 befinden.

Der Gemeindepräsident verabschiedete den langjährigen Schulhausabwart Markus Kai-ser in Abwesenheit. Er stand ein Vierteljahrhundert im Dienst der Schule.

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