Da die kantonale Subvention der Lehrerlöhne durch die Einführung der Schülerpauschale abgelöst wurde, kam es zu einer Überarbeitung des Zusammenarbeitsvertrages zwischen den Gemeinden Langendorf, Oberdorf und Rüttenen. Am bestehenden Modell betreffend Zuständigkeit und Zusammenarbeit wurde dabei grundsätzlich festgehalten. Nebst begrifflichen Anpassungen wurde der Kostenverteiler neu definiert.

Die Kosten für die Sekundarschule – dies beinhaltet die Lohn- und Infrastrukturkosten, Kosten für den Liegenschaftsunterhalt sowie die Schulleitung – tragen die drei Gemeinden solidarisch. «Die Kosten werden so verteilt, dass keiner Gemeinde Vor- oder Nachteile entstehen», erklärt Langendorfs Gemeindepräsident Hans-Peter Berger. Konkret wird der Anteil der Gemeinden aufgrund der Schüleranzahl berechnet, wobei ein Schüler für jede Gemeinde gleich viel kostet. Aufgrund der neuen Vollkostenverteilung nach Schülerzahlen rechnet Langendorf im Jahr 2019 mit höheren Beiträgen von rund 250'000 Franken durch die beiden Partnergemeinden.

Gemeinden teilen Hauswart

Die Reinigung und der Unterhalt der Gemeindeliegenschaften von Oberdorf werden durch Langendorf übernommen. «Es macht keinen Sinn, dass jede Gemeinde für sich einen top ausgebildeten Hauswart hat», sagt Berger. Neu soll die Hauptverantwortung der Liegenschaften beider Gemeinden einer Person mit der Bezeichnung «Hauswart Leitung» übertragen werden. Diese wird zusätzlich durch einen ausgebildeten Fachmann Betriebsunterhalt EFZ unterstützt. Dessen Entlöhnung entspricht jener eines Werkhofmitarbeiters mit Grundausbildung. 

Mit der Erweiterung des Aufgabengebietes und der Verantwortung wird die Besoldungsklasse der «Hauswart Leitung» mit derjenigen des Werkhofchefs gleichgesetzt. Langendorf spart damit Kosten in Höhe von 15 000 Franken. Durch die Optimierung des Betriebs werden zusätzlich 400 Arbeitsstunden pro Jahr frei. Für Oberdorf fallen die Personalkosten um 20 000 Franken tiefer aus. Die Anstellung der beiden 100 Prozent Pensen erfolgt über Langendorf. Die Kosten werden anschliessend Oberdorf in Rechnung gestellt.

Den erwarteten Bruttoerträgen von 19'772'300 Franken stehen Bruttoaufwendungen von 19 096 800 Franken im Budget 2019 gegenüber. Somit rechnet Langendorf mit einem Ertragsüberschuss von 675'000 Franken. Die Nettoinvestitionen wurden mit Blick auf das anstehende Generationenprojekt «Schulraumerweiterung» mit 761'000 Franken bewusst tief gehalten. Das Budget 2019 wurde mit 52 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen gutgeheissen.