Einsprache
5G unerwünscht: 100 Unterschriften gegen neue Mobilfunkantenne in Messen

Die Swisscom möchte den Mast der bestehenden Mobilfunkanlage bei der ARA in Messen ersetzen, erhöhen und die Anlage auf 5G umrüsten. Im Dorf regt sich Widerstand.

Rahel Meier
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Der bestehende Mast der Mobilfunkanlage soll durch einen höheren ersetzt und die Anlage auf 5G umgerüstet werden.

Der bestehende Mast der Mobilfunkanlage soll durch einen höheren ersetzt und die Anlage auf 5G umgerüstet werden.

Rahel Meier

Während der öffentlichen Auflage ging eine Sammeleinsprache mit über 100 Unterschriften ein, wie Gemeindepräsident Bernhard Jöhr im Gemeinderat Messen mitteilte. Der Mast der bestehenden Anlage soll abgebrochen und danach erhöht werden. Zudem wird die Anlage auf 5G umgerüstet.

«Standortgebundene Anlagen» sind erlaubt

Die Mobilfunkanlage steht auf Privatgrund, nämlich auf dem Land, das dem Gemeindeverband ARA-Region Lyss-Limpachtal gehört. Die Ara und die Mobilfunkanlage stehen nach heute gültigem Zonenplan in der Landwirtschaftszone, diese ist von einem kantonalen Vorranggebiet überlagert. In dieser Zone sind laut Bauverwalter Roland Iseli «standortgebundene Anlagen» erlaubt.

Auf Nachfrage erklärt Iseli das Prozedere. Weil es sich um ein Baugesuch in der Landwirtschaftszone handelt, muss das Gesuch durch das kantonale Amt für Raumplanung geprüft werden. Nach der öffentlichen Auflage geht das Gesuch – mit den Einsprachen – an die kantonalen Behörden. Selbst wenn der Kanton das Gesuch als gesetzeskonform erachtet, muss die Baukommission aufgrund ihrer eigenen Beurteilung über das Baugesuch entscheiden. Iseli sagt zudem:

«Grundsätzlich sind die Baugesuche für 5G-Antennen ein schwieriges Thema. Nur Fachleute, die sich auf das Thema Strahlung spezialisiert haben, können die Unterlagen mit all den Angaben überhaupt überprüfen. Als Baukommission muss man sich auf die Prüfung der Unterlagen des Kantons abstützen können.»

In der Sammeleinsprache würden vor allem gesundheitliche Aspekte angeführt. Das heisst, die Schädigung von Mensch, Tier und Umwelt durch die Strahlung der Mobilfunkanlage. Gegner von 5G-Anlagen führen zudem auch ins Feld, dass die Grenzwerte und Berechnungen der Mobilfunkbetreiber falsch, beziehungsweise für ihre Zwecke adaptiert, seien.

Die Mobilfunkverbindung in Messen, respektive in den einzelnen Dörfern, ist laut Iseli durch die Topgrafie recht unterschiedlich und teilweise nicht wirklich gut. Das ändere sich aber auch mit der neuen Anlage nicht grundlegend.

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