Flumenthal

Die Steuerreform wird der Gemeinde Mindereinnahmen beschwerden – Panik herrscht aber keine

Flumenthal muss für seine Investitionen Fremdkapital aufnehmen.

Flumenthal muss für seine Investitionen Fremdkapital aufnehmen.

Bei den Investitionen spielt Flumenthal mit den Muskeln. Den grössten Teil davon macht die Schulhaussanierung aus.

Das Flumenthaler Budget sieht eine schwarze Null vor. Doch der Finanzverantwortliche Markus Zubler warnt: «Das Budget ist ohne die Auswirkungen der STAF gerechnet.» Diese werde Mindereinnahmen von rund 83000 Franken zur Folge haben.

Die «grosszügige Entschädigung vom Kanton», wie Zubler ironisch meinte, betrage 4465 Franken, und verbessere die Situation nicht gross. Mit diesen Zahlen würde ein Ausgabenüberschuss von rund 50'000 Franken zu verzeichnen sein, anstatt eines Gewinns von 30'210 Franken.

Doch deswegen verfällt Zubler nicht in Panik. Wenn die neuen Wohneinheiten bezogen würden, könnten zusätzliche Steuereinnahmen die Mindererträge durch die STAF (Steuerreform und die AHV-Finanzierung) und die niedrigeren Beiträge aus dem Finanzausgleich etwas abfedern, erhoffte er sich.

«Bei den Nettoinvestitionen von 1,5 Mio. Franken lassen wir die Muskeln spielen», spasste der Finanzverantwortliche. Den grössten Teil davon macht die Schulhaussanierung aus. Für die Investitionen muss die Gemeinde Fremdkapital aufnehmen. «Doch so günstig wie jetzt kommt man selten zu Geld», meinte Zubler frohgemut.

Sanierungsbedarf des Hubelwegs ist augenfällig

Schon lange schiebt die Gemeinde die Sanierung des Hubelwegs vor sich her. Nun kommen einige Faktoren zusammen, die ein Handeln unumgänglich machen.

«Der Belag ist deformiert und gerissen, die Randsteine mangelhaft, die Entwässerung aufgrund von Senkungen nicht mehr gewährleistet und die Strassenbeleuchtung ist hoffnungslos veraltet», zählte Toni Ast, Präsident der Bau- und Werkkommission, die Schwachstellen auf.

Zudem seien die fast 90 Jahre alten Gussleitungen eine Zeitbombe. Es ist geplant, die Wasserleitungen zu erneuern und die Abwasserrohre mit der Inlinermethode zu sanieren. Für die Sanierung der Strasse stimmten die 33 anwesenden Stimmbürger und Stimmbürgerinnen einem Kredit über 350'000 Franken zu.

Bisher keine Probleme im Betrieb des Asylzentrums

Gemeindepräsident Christoph Heiniger orientierte an der Versammlung über das Asylzentrum Schachen. Gestartet hat das Zentrum den Betrieb im September mit 25 Personen. In der Zwischenzeit sind 53 Asylsuchende einquartiert. «Diese Zahl wird sich in den nächsten Jahren halten.» Heiniger lobte, dass der Betrieb bis jetzt geordnet und ruhig ablaufe. Es gebe wenig bis keine Probleme.

Der Gemeinderat konnte mit dem Zentrum eine Vereinbarung abschliessen, wonach die Migranten für Unterhaltsarbeiten am Aareufer eingesetzt werden können. Deitingen plant am 6. Januar eine Zusammenkunft mit den Asylsuchenden, bei welcher die Leute die Möglichkeit haben, diese kennen zu lernen und ihnen Geschenke zu bringen.

Weiter orientierte Heiniger, dass das Schwimmbad Wangen an der Aare den Flumenthalern und Flumenthalerinnen für die nächste Badesaison das Jahresabo zum Einheimischen-Preis anbietet. Er kann sich vorstellen, dass die Badi damit die Besucherzahl aus der Nachbargemeinde eruieren will und Flumenthal später um einen Betriebsbeitrag ersuchen wird. Zudem wird der Gemeinderat die Einführung des E-Umzugs vertieft prüfen. (msg)

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