Insgesamt drei Mal wurde die Ortsplanung Deitingen aufgelegt. Die erste Auflage erfolgte im Spätsommer 2017. Es gab sowohl gegen die erste, als auch die zweite Auflage der Ortsplanung Einsprachen. Mit einem Grossteil der Einsprecher konnte sich der Gemeinderat einigen. Aber vier Parteien reichten Beschwerde beim Regierungsrat ein. Dieser behandelte nur die Einsprachen gegen die erste Auflage, wies alle Einsprachen ab und genehmigte die Ortsplanung.

Die Mobilfunkbetreiber wehrten sich gegen die Bestimmung der Gemeinde, dass in der Ortsbildschutzzone künftig nur noch «optisch nicht wahrnehmbare Mobilfunkanlagen « erstellt werden dürfen. Die Mobilfunkbetreiber bezeichneten dies als Bauverbot, der Regierungsrat anerkannte es im Grundsatz als «zielführend» und wies die Beschwerde ab.

Verwaltungsgericht muss Stellung nehmen

Komplizierter gestaltet es sich mit den privaten Beschwerdeführern. Die Beschwerdeführer 1 und 2 haben ihre Anträge gemeinsam eingereicht. Sie bemängeln konkret sechs Punkte. Es geht ihnen um die Verkleinerung der Ortsbildschutzzone und insbesondere um den Teil an der Wangenstrasse (Ribimatt). Ein weiteres Thema sind die Gewässerabstände am Oeschbach. Kritisiert werden weiter die Überbauungsziffer und die Gebäudehöhe und auch die Grenz- und Baulinienabstände. Als Letztes wird konkret verlangt, dass auf den Fussweg zwischen Wangenstrasse und Industrie- und Oeschbachstrasse via Ribimatt verzichtet werden soll. Der Regierungsrat hat alle sechs Punkte abgewiesen. Dies wiederum wird nun vor Verwaltungsgericht angefochten.

Der Ausbau des Weges war schon lange bekannt

In der dritten Beschwerde geht es um die Verbreiterung des Zelgliweges von heute 3 auf neu 4,5 Meter. Die Beschwerdeführer wehren sich gegen den Ausbau, für den sie Land hergeben müssten. Die Gemeinde argumentiert aber, dass bereits zum Zeitpunkt der Überbauung der Parzelle durch die Beschwerdführer ein Erschliessungsplan bestand, der ausweist, dass die Zelglistrasse verbreitert werden soll. Damit sei bekannt gewesen, dass es zu einem späteren Zeitpunkt zur Abtretung von Land kommen werde. Der Regierungsrat weist die Beschwerde auch deshalb als unbegründet ab.