Gemeindeversammlung

Die Gemeinde Drei Höfe hat ein «gutes Polster»

Die Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 458'000 Franken.

Die Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 458'000 Franken.

Die Gemeindeversammlung von Drei Höfe behandelte die Jahresrechnung 2019. Diese schliesst mit einem Ertragsüberschuss.

Gemeindepräsidentin Daniela Häberli gab ihrer Freude Ausdruck, dass 33 Stimmberechtigte aus den drei Dorfteilen Hersiwil, Heinrichswil und Winistorf mit ihren rund 750 Einwohnerinnen und Einwohnern an der Rechnungsgemeinde teilnahmen. Diese fand in der «coronakonform» eingerichteten Turnhalle Heinrichswil statt.

Mit Blick auf das Eigenkapital von 3,36 Mio. Franken hob sie «das gute Polster» hervor und betonte den Willen des Gemeinderates, auch in Zukunft gute Rechnungsergebnisse zu präsentieren. Finanzverwalter Andreas Winistörfer, der vor seiner bevorstehenden Pensionierung seinen letzten Jahreshaushalt kommentierte, begründete den Ertragsüberschuss von 458'000 bei einem Gesamtertrag von 3,1 Mio. Franken mit Kostenkontrolle und Sparsamkeit in allen Ressorts, die mehrheitlich unter dem Budget abschlossen.

Weiter erwähnte er den positiven Eingang von Sondersteuern, die Nachtaxationen und eben auch die halbe Million aus dem kantonalen Finanz- und Lastenausgleich. Investiert wurde vor allem in Gemeindestrassen für netto 272'600 Franken.

«AG tönt nach höheren Kosten»

Gemeinderat Hansueli Nievergelt stellte die Neustrukturierung der zwölf Wasserämter Gemeinden umfassenden Wasserversorgung in einer Aktiengesellschaft vor. Die künftige AG, die auf die bisherige Zusammenarbeit im 1950 gegründeten Zweckverband aufbaut, wird das primäre Zuleitungsnetz und die Pumpstationen übernehmen. Die Feinverteilung als Sekundärnetz verbleibt bei den Gemeinden. Drei Höfe hat Anspruch auf 120 Aktien und damit auf 6 Prozent des Aktienkapitals. Der Verwaltungsrat setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen, wobei sich gemäss Grösse der beteiligten Gemeinden die kleineren Kommunen auf eine Vertretung verständigen.

«Eine AG tönt nach mehr Münz – nach höheren Kosten», warf ein kritischer Stimmbürger in die Diskussion ein. Hansueli Nievergelt zerstreute den Vorbehalt: Gemäss Statuten arbeite die AG nicht gewinnorientiert. Dividenden werden keine ausbezahlt. Überschüsse würden wieder investiert. Auch der Wasserpreis von jetzt 1.50 Franken soll beibehalten werden. «Allerdings wissen wir nicht, welchen Aufwand uns die Beseitigung von Chlorothalonil im Wasser noch aufzwingt», betonte der Gemeinderat. Mit 4 Gegenstimmen war die Versammlung mit dem Antrag einverstanden.

Nachdem Yvonne Fürst als Ressortleiterin Bildung und Kultur die Statutenanpassung im Zweckverband Oberstufe Wasseramt-Ost als redaktionelle Änderungen und Schritte zur Effizienzsteigerung erläutert hatte, war das Plenum auch mit der Reduzierung der Verbandsratssitze von 12 auf 7 und der Bündelung der Delegiertenstimmen einverstanden.

Neue Busfahrplan vorgestellt

Zu reden gab unter «Varia» der ab Dezember gültige Busfahrplan, der Optimierungen im Takt und einen besseren Anschluss in Kriegstetten vorsieht. Die Gemeindepräsidentin stellte das Angebot ausführlich vor. Allerdings mit der Einschränkung, dass auf die wenig benutzte Haltestelle Winistorf–Dorf künftig verzichtet wird. Dagegen wehrte sich eine Votantin: «Wir Winistörfer sind damit wieder abgeschnitten», ärgerte sie sich und brachte dazu ihren Protest ein.

Vorgestellt wurden zudem Therese Scheidegger als neue Schulleiterin der Regionalschule RSAW und Jacqueline Wenger als neue Gemeinde-Finanzverwalterin. Sie scheidet deshalb aus dem Gemeinderat aus.

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