Im Juni 2018 hat der Gemeinderat dem Antrag der Elektrakommission zur Kündigung des bestehenden Pachtvertrages mit der AEK per Ende 2019 zugestimmt. Mit diesem Entscheid hat der Gemeinderat auch den Auftrag an diese erteilt, die Pacht neu auszuschreiben. Damit die Ausschreibungsunterlagen korrekt erstellt werden, soll diese über ein Ingenieurbüro erarbeitet werden. Von drei Büros wurde eine Offerte eingeholten, von denen schliesslich zwei genauer geprüft wurden.

Den besten Eindruck, so Gemeinderat Thomas Anderegg, machte letztlich die Firma Schnyder Ingenieure. Das Kostendach für das Unterstützungsmandat beläuft sich dabei auf 19'300 Franken. Anderegg betonte zudem, dass der Antrag bewusst von ihm und nicht vom Kommissionspräsidenten Daniel Odermatt unterschrieben wurde. Grund dafür ist dessen Anstellung bei der Regio Energie Solothurn, welche als potenzielle Mitanbieterin gilt. Odermatt sei deswegen bereits im Vorfeld in ein schlechtes Licht gerückt worden. Daher habe dieser beschlossen, sich konsequent aus dem Verfahren herauszuhalten.

Rat will sich absichern

Fragen warf im Gemeinderat indes die Beteiligung der Firma Schnyder Ingenieure an der Pachtvergabe in Lüsslingen-Nennigkofen auf, welche schliesslich aufgrund eines Berechnungsfehlers in einem Rechtsstreit mit der AEK mündete. Anderegg stimmte zu, dass Schnyder Ingenieure dort ein Patzer unterlaufen sei. «Wo gearbeitet wird, da passieren Fehler», so Anderegg. Er gehe jedoch nicht davon aus, dass dies abermals der Fall sein wird. Denn würden dem Unternehmen solche Missgeschicke laufend geschehen, dann hätten sie nicht so viele Ausschreibungen bereits erfolgreich durchgeführt. Der Rat stimmte dem Antrag letztlich einstimmig zu.

Weiter wurde aber auch beschlossen, dass der Gemeinderat von Langendorf zwingend in die Verfahrensbestimmung miteinbezogen werden muss. «Das, was Lüsslingen-Nennigkofen erlebt, wollen wir auf keinen Fall hier bei uns haben», sagte Gemeinderat Ivan Flury.