Bis Ende Februar 2017 sollte der Gemeinderat Deitingen darüber entscheiden, ob er der Fusion der Spitex mit der Spitex Derendingen zustimmt, oder nicht. Enrico Ravasio (Präsident Spitexverein) und Jacqueline Santangeli (Geschäftsführerin) zeigten im Gemeinderat auf, wie eine Fusion der beiden Vereine funktionieren könnte. Die Spitexdienste Deitingen und Derendingen pflegen bereits seit Längerem eine enge Kooperation auf verschiedenen Ebenen. Speziell zu erwähnen ist der administrative Bereich.

Aber auch die Angestellten helfen gegenseitig in beiden Organisationen aus, wenn das nötig ist. Ein Zusammenschluss der beiden Vereine könnte sich auch finanziell günstig auswirken. Ravasio ging von einer Einsparung von rund zehn Prozent für die Gemeinde Deitingen aus. Wichtiger sei jedoch die Tatsache, dass beide Organisationen zu klein sind, um die Herausforderungen die in naher Zukunft gestellt werden, zu bewältigen. «Es ist kein Stellenabbau geplant und beide Standorte sollen erhalten bleiben», erklärte er weiter.

Im Verlauf der Diskussion im Gemeinderat wurde auch gefragt, wieso Deitingen fast gleich viel Spitexkosten bezahlt, wie das weitaus grössere Derendingen. Dies sei situationsbedingt, so Ravasio und Santangeli. In Deitingen bleibe ein grosser Teil der Senioren mithilfe der Spitex und von Verwandten zuhause, während man in Derendingen eher ins Altersheim ziehe. «Wir haben viel mehr Pflegestunden pro Klient.» Verglichen mit dem Durchschnitt im Wasseramt sei es fast das Doppelte.»

Keine Erhöhung möglich

Der Gemeinderat musste sich zudem mit einem Gesuch für die nachträgliche Erhöhung einer Ausnützungsziffer bei einer bestehenden Liegenschaft (Oeschbachstrasse 6), die im Jahr 2009 gebaut wurde, beschäftigen. Das Geschäft zieht sich schon länger hin und ist nicht ganz einfach, wie sich in der Diskussion zeigte. Grund für den Antrag ist das sistierte Baugesuch für ein Fünffamilienhaus an der Oeschbachstrasse 2.

Beide Parzellen gehören der gleichen Bauherrschaft. Bauverwalter Markus Schwarzenbach erläutert dem Gemeinderat die Haltung der Planungskommission. Diese lehnt das Gesuch ab. Ein Nutzungsbonus, wie ihn die Bauherrschaft beantrage, könne dann gewährt werden, wenn eine Arealüberbauung realisiert werde, die ein zusammenhängendes Gebiet umfasse und die Bauten gleichzeitig oder mindestens gruppenweise in Etappen ausgeführt werde. Das sei hier nicht der Fall. Aufgrund der Erwägungen des Bauverwalters folgt der Gemeinderat der Planungskommission und lehnt das Gesuch um Erhöhung der Ausnützungsziffer von 0,4 auf 0,45 ab.

Der Gemeinderat Deitingen hat zudem beschlossen, die SBB zu bitten ihre Freileitung, die zwischen Kerzers und Rupperswil erneuert werden muss, so weit und so lange als möglich nördlich der Autobahn zu führen. Damit würde die Gemeinde am wenigsten tangiert und das Leitungswirrwar könnte in diesem Bereich entflochten werden.