Messen

Die Bevölkerung hätte gerne mehr Bauland zur Verfügung

Solaranlagen sind ein heikles Thema, denn die Dächer in Messen sind für das Dorfbild wichtig.

Solaranlagen sind ein heikles Thema, denn die Dächer in Messen sind für das Dorfbild wichtig.

Viele Eingaben zu den beiden Teilleitbildern der Gemeinde Messen, betreffen Anliegen, die erst in der Nutzungsplanung aktuell werden.

Nach dem Mitwirkungsanlass Ende August in der Mehrzweckhalle in Messen gingen bis zum Einsendeschluss am 11. September insgesamt 28 Fragebögen und sonstige Eingaben zu den beiden vorgestellten Teilleitbildern ein. Laut Gemeindepräsident Bernhard Jöhr gab es zahlreiche konstruktive, aber auch kritische Rückmeldungen. Die Auswertung der Fragebögen ergab ein uneinheitliches Bild, was mitunter auch mit dem Mass der persönlichen Betroffenheit zu tun hatte.

Neueinzonungen sind kaum mehr möglich

Laut Bernhard Jöhr kam wiederholt zum Ausdruck, dass die Bevölkerung das Entwicklungspotenzial in den Ortskernen der vier Ortsteile als eher gering betrachtet und eine eigentliche innere Verdichtung kaum erkennbar ist. Erwünscht wäre zusätzliches Bauland innerhalb des Siedlungsgebietes auszuscheiden. Es fehle den Behörden «der Mut zum Aufbruch». Diese Forderungen, so Jöhr, stünden aber im Widerspruch zum vorgegebenen sehr engen Gestaltungsspielraum, namentlich was die Neueinzonung von Bauland betrifft. Auch die von der vorberatenden Arbeitsgruppe vorgesehenen Freiräume (Grünflächen) stossen bei einigen direkt Betroffenen auf wenig Gegenliebe. «Das ist durchaus verständlich», so Jöhr. Die entsprechenden Vorstösse würden in jedem einzelnen Fall nochmals überprüft, verspricht er.

Die Opportunität eines Alterszentrums werde unterschiedlich beurteilt. Dasselbe gilt für den Standort eines solchen Zentrums. In diesem Zusammenhang werde mehrfach darauf hingewiesen, dass in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen genügend Land für den Schulraumbedarf ausgeschieden werden müsse.

Im Zusammenhang mit den Solaranlagen werde die Energiewende als übergeordnete Zielsetzung ins Spiel gebracht. Dementsprechend sollten die Einschränkungen so gering wie möglich sein.

Vieles wird erst in der Nutzungsplanung Thema

Das grösste Entwicklungspotenzial besteht in Messen in der Umnutzung von nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Bauernhäusern innerhalb des Siedlungsgebietes. Hier stellt sich für viele Betroffene offenbar die Frage nach den praktischen Folgen einer solchen Umnutzung.

Im Rahmen der Nutzungsplanung (Zonenplanung) würden diesbezüglich mit den direkt Betroffenen und Interessierten individuelle Gespräche geführt, erklärt Jöhr. Wichtig ist der Arbeitsgruppe die Feststellung, dass es keine Umnutzungsverpflichtung gibt. Etliche Eingaben betrafen weiter Anliegen zur Aus-, Ein- oder Umzonung von Grundstücken. Darauf werde ebenfalls im Rahmen der Nutzungsplanung einzugehen sein, welche nach der Beschlussfassung über die Teilleitbilder in Angriff genommen wird.

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