Seit rund 20 Jahren unterrichtet der Heilpädagoge der Schule Luterbach in der ehemaligen Hauswartswohnung im 2. Stock der Alten Turnhalle. Die Wohnung muss saniert werden. Da der Heilpädagoge im Sommer 2018 vorzeitig in Pension geht, hat Schulleiterin Katrin Kurtogullari einen Nachtragskredit von 15'000 Franken für die Planung der Sanierung der Wohnung beantragt. Ab August 2018 wird der neue Heilpädagoge seinen Unterricht im Anbau des Primarschulhauses abhalten.

Die Gemeinderatskommission (GRK) hat sich deshalb auch über den Zustand der Alten Turnhalle unterhalten. Probleme macht die Feuchtigkeit im Keller, und die 90 Jahre alten Wasser- und Abwasserleitungen zeigen Abnützungserscheinungen. Ein Architekturbüro hat sich deshalb mit der Frage befasst, ob die Alte Turnhalle bald saniert werden soll, oder ob ein Neubau sinnvoller wäre.

Die GRK war sich darin einig, dass die Alte Turnhalle erhalten und saniert werden soll. Aus diesem Grund wurde auch der Nachtragskredit für die Sanierung der Abwartswohnung genehmigt. Mit dem Budget 2019 sollen verlässliche Zahlen vorliegen, wie viel die Sanierung kostet. Die GRK war sich einig darin, dass es Sinn macht die Sanierung der Abwartswohnung vorzuziehen, da die Räume sonst zu lange brach liegen würden.

Gebühren neu berechnen

Die GRK hat einen Antrag von Hans Peter Schläfli diskutiert. Schläfli möchte, dass die Kehricht-Grundgebühr neu berechnet und allenfalls reduziert wird. In Luterbach bezahle jeder Haushalt eine Grundgebühr von 140 Franken. Damit liege die Gemeinde im Vergleich mit den Nachbargemeinden im oberen Bereich. Weiter stellte Schläfli den Antrag, das die Kehricht-Grundgebühr via Steuerrechnung eingefordert werden soll, damit Aufwand, Papier und Kosten eingespart werden.

Die GRK ist teilweise auf diese Anträge eingetreten. Da die Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser seit Jahren Überschüsse produzieren, will die Finanzkommission diese Gebühren überprüfen. Man werde die Kehricht-Grundgebühren einbeziehen. Gleichzeitig zeigte die Finanzverwaltung auf, dass die Kehrichtgebühren durchaus einen Gewinn erzielen dürfen. Einerseits um ein schlechtes Jahr abzufangen, in dem ein Verlust ausgewiesen wird. So müsse man die Gebühren nicht jährlich anpassen. Andererseits werde der Überschuss auch für Investitionen genützt. Bis 2017 sei die Kehricht-Grundgebühr via Steuerabrechnung eingezogen worden. Dann habe man einen Systemwechsel vollzogen, so die Finanzverwaltung. Die Kehrichtgebühr separat einzufordern, mache Sinn, und die Kontrolle, ob bezahlt wurde, sei einfacher.

Weiter hat die Gemeinderatskommission einen Nachtragskredit von 25'000 Franken gesprochen. Damit soll das Grundwasser, das immer wieder im Bereich der SBB-Unterführung an die Oberfläche tritt, vorerst nur auf der Nordseite gefasst und abgeleitet werden. Damit sollen künftig problematische Situationen im Winter, wenn das Wasser Eis bildet, auf der Solothurnstrasse vermieden werden. (rm)