Aeschi

Dichter bauen ist mit der neuen Ortsplanung Pflicht

Im Dorfkern soll dichter gebaut werden, gegen die Landwirtschaftszone hin soll die lockere Einfamilienhaus-Bebauung bleiben.

Auch in Aeschi wirft das neue Raumplanungsgesetz seine Schatten. In der Ortsplanungsrevision werden neue Zonen definiert, die dichter bebaut werden sollen.

Die Revision des Raumplanungsgesetzes, die 2013 vom Stimmvolk angenommen wurde, hat auch Auswirkungen auf Aeschi. «Die Ortsplanungsrevision, die jetzt hier vorliegt, ist nicht vergleichbar mit der letzten«, erklärte Gemeindepräsident Stefan Berger zu Beginn der Informationsveranstaltung. Die geforderte Siedlungsentwicklung nach innen und die Suche nach Verdichtungspotenzial habe ihren Niederschlag gefunden.

Dichter entlang der Kantonsstrassen

Das zeigt sich in erster Linie im Bauzonenplan. In diesem findet sich im Dorfteil Aeschi neu die Wohnzone W2a. Dort darf künftig nur noch zweigeschossig gebaut werden. «In dieser Zone sind auch kleine Mehrfamilienhäuser erlaubt», erklärte Uriel Kramer (W+H, Biberist), der dem Planungsausschuss als Fachperson zur Seite stand. Die neue Zone soll vor allem entlang der Kantonsstrassen und in der Nähe des Dorfkerns eingeführt werden.

Damit habe man nach der Erhöhung der Ausnützungsziffer im Jahr 2011 bereits gute Erfahrungen gemacht. «Am Dorfrand, zur Landwirtschaftszone hin, wird weiterhin bewusst auf grössere Bauten verzichtet.» Dort bleibt wie bis anhin die Zone W2 bestehen. Alle Grundstücke, die heute in der Erhaltungszone E liegen, werden in die W2a umgezont. Komplett wegfallen wird auch die Zone W1 (einstöckig). Eine Veränderung ergebe sich zudem in der Kernzone (K). Neu sind dort drei Geschosse, statt wie bisher nur zwei, erlaubt. «Die Höhe der Gebäude bleibt aber gleich wie schon heute.»

Gemeinde möchte Land neu einzonen

Mit der Ortsplanung sollen vier Gebiete neu eingezont werden: Die Reservezonen in der Längmatt (1,01 Hektaren), im Burchacker (0,38 Hektaren), in der Sonnhalde (0,24 Hektaren) und in der Stöckermatt (0,07 Hektaren). Gleichzeitig sollen die Reservezonen Neumatt (0,49 Hektaren) und Haldenacker (0,17 Hektaren, beide Ortsteil Steinhof) in die Landwirtschaftszone überführt werden. In der Mettlen (Ortsteil Aeschi) sollen 0,68 Hektaren in die Reservezone überführt werden. In den Ortsteilen Burgäschi und Steinhof seien keine Einzonungen geplant.

Sowohl die angedachten Einzonungen, als auch die neue Reservezone würden vom Amt für Raumplanung kritisch betrachtet, so Kramer. Sollte eine Priorisierung nötig werden, dann werde man sich auf die Einzonung in der Längmatt konzentrieren.

Mit dem neuen Erschliessungsplan sind einige neue Fusswege geplant. Zudem sind die Strassen eingezeichnet, die gebaut werden müssten, wenn die Neueinzonungen bewilligt würden.

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