Derendingen/Luterbach
Von der Textilfabrik zum Gefahrstofflager: Hier entsteht eine spezielle Halle für Parfüm

Die Service- und Logistikspezialistin Fastlog AG baut am bestehenden Standort in Derendingen/Luterbach ein neues Logistikmehrzweckgebäude mit über 4000 Quadratmeter Lagerfläche.

Rahel Meier
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Spatenstich Gefahrstofflager der Fastlog AG. In der Mitte Verwaltungsratspräsident Werner Steiner. Rechts Roger Spichiger (Bauverwalter Derendingen) und Michael Ochsenbein (Gemeindepräsident Luterbach).
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Das Gelände der Fastlog AG aus der Luft gesehen.
So sieht es im Innern der Hallen aus.
Visualisierung des Neubaus in Luterbach/Derendingen.

Spatenstich Gefahrstofflager der Fastlog AG. In der Mitte Verwaltungsratspräsident Werner Steiner. Rechts Roger Spichiger (Bauverwalter Derendingen) und Michael Ochsenbein (Gemeindepräsident Luterbach).

Hanspeter Bärtschi

Die Fastlog AG gibt es seit dem Jahr 2009, mittlerweile ist sie an zehn Standorten zu finden. Einer dieser Standorte ist das ehemalige Schoeller-Areal. Die Fastlog AG hat die dortigen Gebäude und das Supply-Chain-Geschäft per 1. Januar 2020 von der DHL Logistics (Schweiz) AG übernommen. Mit dem Bau des neuen Gebäudes gegenüber dem Neubau aus dem Jahr 2016 soll die Lagerkapazität der Fastlog AG weiter ausgebaut werden.

Parfüm lagern ist brandgefährlich

«Ich werde immer wieder gefragt, was wir hier für Gefahrstoffe lagern werden. Es ist Parfüm», erklärte Verwaltungsratspräsident Werner Steiner beim offiziellen Spatenstich mit Gästen. Da Parfüm zu rund 90 Prozent aus Alkohol besteht, wird es als brandgefährlich klassifiziert und muss dementsprechend gelagert werden. Dazu gehören ein Explosionsschutz für die Elektroanlagen, die Installation von Deckensprinklern und Auffangbecken für Löschwasser.

Die Fastlog AG lagert aber nicht nur Parfüm.

«Wir haben in der Zwischenzeit 300 Mitarbeitende und ein grosses Portfolio»,

so Steiner. «Wir bieten Logistikleistungen und auch die dazugehörigen vor- und nachgelagerten Dienstleistungen an.» So werden Kunden aus den Bereichen IT, Telekommunikation, Luxusgüter, Medizinaltechnik, Automobil und Vending (Verkaufsautomaten) betreut.

Grosser Teil des benötigten Stroms wird selbst produziert

Mit dem Neubau zeige die Firma, dass sie durchaus gewillt ist, noch weiter zu wachsen. Im Innenausbau der neuen Halle sind Verschieberegallager sowie ein Blocklager vorgesehen. Auf dem Dach wird eine Fotovoltaikanlage mit einer Fläche von rund 1500 Quadratmeter installiert. Zusammen mit der Anlage auf dem bestehenden Logistikgebäude in Derendingen produziert die Fastlog dann mehr als 75 Prozent ihres Stromverbrauchs selbst. Die Halle sollte im Frühling 2022 bezugsbereit sein.

Areal der Fastlog AG hat historische Bedeutung

Steiner lobte die Behörden in Luterbach und Derendingen, die sich Firmen gegenüber sehr offen zeigen würden. Michael Ochsenbein (Gemeindepräsident Luterbach) überbrachte Steiner im Übrigen ein kleines Willkommensgeschenk. Ein Buch in dem die Geschichte der Industrialisierung entlang der Emme aufgezeigt ist. Denn wie Ochsenbein meinte: «Wir stehen hier an einem historischen Ort.»