Lüsslingen

Der Bürgerweiher wurde saniert und soll wieder zum Laichbiotop werden

Feuersalamander, Bergmolch und Grasfrosch sind auf fischfreie Laichgewässer angewiesen. Sie sollen in Lüsslingen wieder heimisch werden.

Der Lüsslinger Bürgerweiher ist rund 350 Quadratmeter gross und eines der wenigen stehenden Gewässer in der Region und damit geeignet als Laichbiotop für diverse Amphibien. In Lüsslingen sind es vor allem der Feuersalamander, der Bergmolch und der Grasfrosch. Diese Tiere sind darauf angewiesen, dass ihre Laichgewässer fischfrei sind. Weil der Weiher zu verlanden drohte, wurde er nun saniert.

Bevor die Sanierung startete, wurde das Gehölz rund um den Weiher entfernt. Damit konnte der Lichteinfall verbessert, und zudem der Laubeintrag in den Weiher verringert werden. Gegen 40 Karpfen, die im Weiher lebten, wurden ausgefischt und in die Aare umgesiedelt. Weiter hat man rund 250 Kubikmeter Sediment aus dem Weiher entnommen und zur Entwässerung auf ein Zwischenlager ausgebracht. Danach wurde der Weiher instandgestellt und das Auslaufbauwerk erneuert. Weiter wurde der Damm neu abgedichtet und das Bachgerinne des Zu- und des Ablaufs eingetieft und aufgewertet.

Früher diente der Weiher übrigens als Löschwasserreserve, wie Bürgergemeindepräsident Rudolf Schluep zu berichten weiss. Wann genau der Mosmattenbach eingedolt und die Löschreserve für Lüsslingen anderweitig organisiert wurde, das ist Schluep nicht genau bekannt. Er freut sich aber, dass die Bürgergemeinde Komplimente für die Sanierung erhält. «Es fällt den Spaziergängern auf, dass hier etwas passiert ist. Bisher haben wir nur positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten.» Darum erwähnt er auch gerne, dass die Sanierung finanziell vom Ökofonds der Alpiq unterstützt wurde.

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