Bucheggberg
Holz spalten, sägen und schliesslich auch noch gleich verfeuern

Der Kurs Waldwerkstatt in der Bocksteingrube stiess auf grosses Interesse.

Anja Stampfli
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Oliver (7) und Fabio (7), beide aus Unterramsern am Sägebock.
11 Bilder
Tim Fischer kann gut "Spränzeli" machen.
Die Bocksteingrube in Mühledorf ist ein alter Steinbruch.
Luca (8) und sein Bruder Marco (12) schnitzen die Stecken zum "brätle".
Immer mit zwei Händen: Anton Zimmermann gibt Anweisungen wie man richtig Holz spaltet.
Nach dem sägen und spalten ist Aufräumen angesagt.
Bernhard Moser sorgt für Feuer.
Nach sägen, spalten und räumen, endlich eine Cervelat zum Znacht.
Am Lagerfeuer
E Guete!
Anton Zimmermann (Mitte) bedankt sich bei allen und verteilt einen Waldpass.

Oliver (7) und Fabio (7), beide aus Unterramsern am Sägebock.

Anja Stampfli

Kinder zwischen sieben und sechzehn Jahren, die sich beim Ferienpass Bucheggberg für den Kurs «Waldwerkstatt in der Bocksteingrube» in Mühledorf angemeldet haben, sind nun Profis in Sachen Holz spalten und sägen sowie Feuer an einer Grillstelle machen.

Idee kam von der Bürgergemeinde

Dies haben sie der Idee der Bürgergemeinde Mühledorf zu verdanken, die den Kurs bereits zum dritten Mal angeboten hat. Am vergangenen Samstag war es bei schönstem Sommerwetter wieder soweit. Mit Anton Zimmermann und seiner Familie, bestehend aus Tochter Rahel Moser (im Vorstand des Ferienpass Bucheggberg), Schwiegersohn Bernhard und den drei Enkeln Benedikt, Jonathan und Aurelia konnte eine engagierte Kursleitung gefunden werden, die den Kindern mit der Waldwerkstatt den Umgang mit Holz im Wald näherbringen konnte.

Brennholz sägen und auch noch spalten

Nicht ganz ungefährlich sieht die Waldwerkstatt in der Bocksteingrube aus: Sägeböcke mit Sägen, Äxte in allen Grössen warten auf ihren Einsatz. Anton Zimmermann hat dabei immer die Augen offen, dass alles reibungslos abläuft und nichts passiert.

«Es ist wichtig, dass die Kinder den Umgang mit den Werkzeugen richtig lernen. Wir freuen uns, dass die Eltern uns dafür Vertrauen entgegengebracht haben. Es ist bisher kein Unfall passiert.»

So lernen die Jungen von der Pike auf, wie man Brennholz sägt und spaltet. Und alle sind mit grosser Konzentration bei der Sache. Oliver Rothen (7) aus Unterramsern am Sägebock erzählt stolz: «Ich kenne mich mit Holz gut aus. Zuhause habe ich schon viele eigene Werkzeuge. Zu meinem Geburtstag bekomme ich nun eine Akku-Bohrmaschine.»

Waldwerkstatt - Ferienpass Bucheggberg in der Bocksteingrube.

Anja Stampfli

Mit der Bocksteingrube konnte zum ersten Mal auch ein Platz gefunden werden, der Tradition im Bucheggberg mit sich bringt. Die Grube ist ein alter Steinbruch, in dem in früheren Zeiten Sandstein für die Sockel der Bernerhäuser und Ofenplatten gewonnen wurde.

Heute ist der Platz zu einer öffentlichen Grillstelle geworden. «Wir wollen den Jungen auch beibringen, die Grillstellen nach Gebrauch wieder ordentlich zu räumen. Zu oft wird der Abfall von Menschen, die hier verweilen, einfach liegengelassen», so Anton Zimmermann.

Feuer machen will gelernt sein

Nach zwei Stunden sägen und spalten, wird Feuer gemacht. Die Devise lautet dabei: «Immer zuerst schauen, woher der Wind weht». Gespaltenes Holzscheit unten, oben eine Schicht «Spränzeli» und schon lodert das Feuer dank ein wenig Holzwolle. Jetzt noch kurz den Stecken für die Wurst fertig schnitzen. Dann kann es mit dem Bräteln losgehen.

Rahel Moser wartet schon mit den Cervelats und den Mütschli. Fabio Fischer (7) freut sich nach «getaner Arbeit» auf seine Wurst, steckt seine Cervelat an den Stecken und hält sie ins Feuer. Und Kursleiter Anton Zimmermann übergibt den Teilnehmenden zufrieden noch einen Waldpass, der den Kurs bestätigt, bevor es sich alle am Lagerfeuer gemütlich machen.

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