Fensterersatz
Bellach will das Gemeindehaus sanieren - und Platz für eine Arztpraxis machen

Die Spitex und eine Gemeinschaftspraxis sollen ins Gemeindehaus einziehen. Dafür müssen andere Mieter weichen. Einmal mehr zu diskutieren gab im Gemeinderat die Sanierung der Fenster. Fallen gelassen wurde die Idee eines Oberstufenzentrums.

Urs Byland
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Gemeindehaus Bellach: Grosse Fensterfronten prägen den Bau, der 1973 fertiggestellt wurde.

Gemeindehaus Bellach: Grosse Fensterfronten prägen den Bau, der 1973 fertiggestellt wurde.

Felix Gerber

Das Bellacher Gemeindehaus verändert sich. Geplant ist der Einbau einer Gemeinschaftspraxis. Dafür hat die Gemeindeversammlung mit dem Budget 2022 einen Planungskredit von 120'000 Franken bewilligt. Ziel ist es, neben dem Ärztezentrum auch die Spitex im Gemeindehaus unterzubringen. Da die Post, zumindest vorläufig, keinen Raum abgibt, muss das Ärztezentrum im Obergeschoss realisiert werden.

Das führt zu weiteren Verschiebungen. Das Schulsekretariat des Schulkreises BeLoSe wird voraussichtlich seine Räume im Gemeindehaus aufgeben und in nicht mehr benutzte Räumlichkeiten der Raiffeisenbank Bellach umziehen müssen, wobei auch da noch Umbautätigkeiten nötig sind. Auch für die Mütter- und Väterberatung, welche aktuell im Gemeindehaus platziert ist, muss eine Lösung gefunden werden.

Der Gemeinderat hat nun die Arbeitsgruppe Gemeindeeigene Liegenschaften mit der Projektleitung für den baulichen und planerischen Teil und die Gemeindepräsidentin und den Finanzverwalter mit dem administrativen Teil beauftragt.

Nicht nur Fensterersatz im Gemeindehaus planen

Auch die Fenster des Gemeindehauses, das eine grosse Glasfläche aufweist, sollen ersetzt werden. Dies ist der Wunsch des Gemeinde- und Finanzverwalters, Dieter Schneider, der auf diese Investition drängt, weil die Gemeinde aktuell kaum Investitionen tätige, aber Geld vorhanden sei. Der entsprechende Investitionskredit für die Sanierung der Fassadenhülle (800'000 Franken) wurde an der Budgetgemeinde wegen eines Formfehlers zurückgewiesen.

Nun würde man lediglich den Glas- und Flügelersatz planen, das bringe die wenigsten Probleme mit der bestehenden Bausubstanz und durch die grossen Fensterflächen würde damit trotzdem ein guter Wirkungsgrad erreicht. Zudem würde das Risiko der Schimmelbildung in den Innenräumen minimiert. Nach der Planung könnte im Sommer der Investitionskredit in Teilen der Gemeindeversammlung vorgelegt und gleich anschliessend der Fensterersatz durchgeführt werden.

Dem Gemeinderat ging das aber zu schnell. Einerseits wurde bemängelt, dass nicht auch die Fensterrahmen ersetzt werden. «Jetzt reden wir über einen Fensterersatz für 40 Jahre, da lohnt sich schon ein genaues Hinschauen», so Beat Späti. Andererseits wurden Fragen zur Strategie bei der Renovation des Gemeindehauses gestellt. «Schritt für Schritt», meinte dazu Schneider.

Gemeindepräsidentin Lea Schluep schlug vor, nicht nur den Glasersatz, sondern gleich die gesamte Sanierung der Fassadenhülle zu planen und danach zu überlegen, was der Gemeindeversammlung vorgeschlagen werden soll. Das wurde im Gemeinderat einstimmig genehmigt.

Die Idee eines Oberstufenzentrums in Bellach wurde begraben

Die Behörden in Bellach, Lommiswil und Selzach überlegen sich den Bau eines gemeinsamen Oberstufenzentrums für ihren Schulkreis. In der Poleposition liegt Selzach. Aber auch in Bellach gehen Überlegungen dahin, das Oberstufenzentrum in der Gemeinde zu realisieren. Bauverwalter Jürg Vifian erhielt den Auftrag, einen Bau in Bellach Ost zu sondieren. Seine Vorabklärungen ergaben, dass der Landbesitzer Land nur im Baurecht abgeben würde. Und eine Einzonung dürfte beim Kanton auf wenig Gegenliebe stossen. Deshalb hat der Gemeinderat beschlossen, diese Idee fallenzulassen.

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