Riedholz/Niederwil

Aus dem Traum einer Bar wurde für «Schörschi» plötzlich Wirklichkeit

Georgette (sitzend) und Sandra Flury in der neuen Bar an der Hauptstrasse in Niederwil.

Georgette (sitzend) und Sandra Flury in der neuen Bar an der Hauptstrasse in Niederwil.

Seit einer Woche gibt es in Niederwil an der Hauptstrasse 2 wieder einen Treffpunkt: «Schörschis Bar».

«Schörschi»: Das ist Georgette Flury. Bestens bekannt in der Region, unter anderem auch weil sie eine der ersten Feuerwehrkommandantinnen im Kanton Solothurn war. Sie ist in Balm bei Günsberg aufgewachsen. Das Gebäude, in dem sie ihre Bar eröffnet hat, haben ihre Urur-Grosseltern gebaut. Ein Bauernhaus mit dem früheren Restaurant Rebstock und einer Backstube. Später kam ein Laden dazu. Georgette Flury ist aber gleich zweifach vorbelastet. Ihre Mutter wuchs im Restaurant Balmschloss in Balm bei Günsberg auf.

Die Zeit kam, die Idee auch umzusetzen

Trotzdem schlug Georgette Flury ursprünglich einen anderen Berufsweg ein, absolvierte das KV und bildetet sich zur Personalfachfrau weiter. «Ich hatte schon lange den Wunsch, eine Bar aufzumachen.» Nach dem Tod ihrer Mutter vor etwas mehr als Jahren war für sie der Zeitpunkt gekommen, sich in diesem Bereich ausbilden zu lassen. Sie besuchte einen Barkurs und absolvierte die Wirteprüfung. Dass ihre Bar gerade in einem Gebäude ist, das in Familienbesitz ist, ist aber Zufall. Wenn auch ein schöner. «Ich bin ein Familienmensch. So gesehen ist es wunderbar, dass ich mir meinen Traum fast vor der Haustüre erfüllen konnte.».

Sie betreibt die Bar nicht alleine. Ihre Schwägerin Sandra Flury ist gelernte Bäcker-Konditorin. «Ich bin vor allem am Morgen hier und bereite die Backwaren zu.» Das sei für sie als zweifache Mutter ideal. Vorderhand bieten Georgette und Sandra Flury vor allem am Morgen diverse frisch gemachte Sandwiches und andere Kleinigkeiten an. Erhältlich ist aber auch Trockenfleisch von glücklichen Hochlandrindern aus der Region. «Das Angebot ist ausbaufähig. Wir sind flexibel und gehe auf Kundenwünsche ein.»

Eine Hommage an den alten Dorfladen in Niederwil.

"Schubladen-Chrömli"

Eine Hommage an den alten Dorfladen in Niederwil.

Abends darf es dann durchaus auch ein Cocktail sein. «Wem unsere Karte nicht zusagt, der darf sich seinen eigenen Drink mischen lassen. Wir schreiben das Rezept dann auf, damit es beim nächsten Besuch noch da ist.» Jeden ersten Freitag im Monat soll es zudem Pizza und Flammkuchen geben. Für alle die gerne Süsses haben, lassen die beiden Frauen eine alte Tradition aus der «Beck-Bar» wieder aufleben: Die «Schubladen-Chrömli». «Früher waren die Trockenstückli in einer speziellen Schublade verstaut. Daher kommt der Name.» Auf einem grossen Flachbildschirm sollen zudem auch Sportevents übertragen werden. «Sich ein Fussballspiel in Gesellschaft anzusehen macht doch viel mehr Spass.»

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