Biberist
Auf neuen Wegen: Im Zentrum der Kilbi wird eine Bühne aufgestellt

Rahel Meier
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Die Kilbi in Biberist ist ein gesellschaftlicher Anlass mit langer Tradition. (Archiv)

Die Kilbi in Biberist ist ein gesellschaftlicher Anlass mit langer Tradition. (Archiv)

Rahel Meier

Seit zwei Jahren ist Konrad Gisler Präsident der Kilbikommission Biberist. Als Jugendlicher durfte er an seinem damaligen Wohnort Subingen jeweils an der Kilbi beim Aufstellen der Autoscooter helfen. «Später durfte ich die nicht besetzten Scooter dann auch an den Rand parkieren. Das war damals der Höhepunkt im Jahr für mich», erinnert er sich. Autoscooter gibt es auch an der Kilbi in Biberist. Aber heute hat Gisler die ganze Kilbi im Blick. Dieses Jahr gibt es übrigens zwei kleine Jubiläen zu feiern. 25 Jahre Standort Bleichematt und 45 Jahre Mithilfe bei der Organisation durch Willi Marti. Das hat die Kilbikommission zum Anlass genommen, etwas Neues zu probieren.

Eventbühne mit diversen Konzerten

«Bisher hatten wir in aller Regel im Festzelt eine Tanzmusik, die vom Betreiber des Zeltes engagiert und auch bezahlt wurde. Wir haben aber festgestellt, dass dieses Angebot immer weniger genutzt wird», erklärt Gisler. In Absprache mit den Zelt-Betreibern hat man sich nun dazu entschieden, im Zentrum der Kilbi, nahe des Rummelplatzes, eine Bühne aufzustellen, auf der diverse Bands auftreten werden. Damit die Bands im Jugendzelt und der DJ im Wurst- und Bierzelt nicht konkurrenziert werden, hat man die Auftritte koordiniert. Zusätzlich wird es beim Dorfbach alle Stunde Drehorgelkonzerte geben.

Chilbi-Markt

Freitag, 6. September 16-23 Uhr

Samstag, 7. September 11-23 Uhr

Sonntag, 8.September 10-19 Uhr

Ansonsten wird die Kilbi voraussichtlich im gewohnten Rahmen ablaufen. Etwas vergessen geht gerne, dass es am Samstagmorgen jeweils Stände mit Züpfe, Brot und Käse gibt. Auch die Öffnungszeiten bleiben wie gehabt. «Auf Wunsch zweier Beizlibetreiber wollten wir die Zeit bis um 3 Uhr morgens ausdehnen. In Absprache mit Polizei und Gemeinde lassen wir es aber nun bei 2 Uhr.» Wie schon in den letzten Jahren wird zudem die blaue Zone an der Damm-, Schachen-, Sonnenrain-, Gutenberg- und Leutholdstrasse während der Kilbi aufgehoben.

Mit dem Beizli, das von der SP und der FDP gemeinsam betrieben wird, kommt ein neues Angebot dazu. Zum letzten Mal wird der Luzerner Verein das Zelt mit dem Kuchen- und Kaffee-Angebot führen. «Diese Lücke müssen wir nächstes Jahr mit einem neuen interessierten Biberister Verein füllen», ist sich Gisler bewusst.

Marti will seinen Betrieb übergeben

Eine Lücke hinterlässt sicher auch Willi Marti. Der Biberister Schausteller hat in den letzten 45 Jahren einen Grossteil der Kilbi organisiert. Nun will er sein Geschäft übergeben. Schon dieses Jahr hat die Kilbikommission einen Teil seiner bisherigen Aufgaben übernommen und die Verträge mit den Beizli-Betreibern selbst abgeschlossen. Aus diesem Grund arbeiten neu vier Personen in der Kilbikommission mit. Schon seit Jahren ist Manuela Bürki-Kopp dabei. Dazu kommen neben Konrad Gisler noch Brigitte Winz und Bruno von Arx. «Nächstes Jahr kümmern wir uns auch um den Marktbetrieb. Einzig die Organisation des Rummelplatzes wird wohl auch künftig bei Martis Nachfolge bleiben.»

Gisler hofft zudem, dass der Verein Kinderfest Zuwachs bekommt. «Das Fest am Sonntag ist ein grosser Anziehungspunkt und bringt auch uns zusätzliches Publikum.» Aber der Verein suche dringend Leute, die mithelfen, den Anlass zu organisieren, und auch Helfer für das Kinderfest als solches.

Heute ein regionaler Anziehungspunkt

Gisler ist froh, dass die Gemeinde die Kilbi grosszügig unterstützt. «Ohne die Mithilfe durch den Werkhof könnten wir die Infrastruktur nicht aufstellen.» Dieses Jahr übernimmt die Gemeinde zudem die Defizitgarantie für den Betrieb der Eventbühne. Biberist dürfe sich im Gegenzug rühmen, jedes Jahr ein Dorffest durchzuführen, das auch in die Region ausstrahlt. «Viele Heimweh-Biberister kommen am Kilbiwochenende zurück, um Familie und Bekannte zu treffen.