Attisholz Nord
Projektleiter Patrick Senn: «Wir rechnen mit vier bis fünf Jahren bis Fertigstellung»

Patrick Senn von der Halter AG ist Projektleiter des Attisholz Nord. Der Zeitrahmen für die Umsetzung ist weit gestreckt, verrät er im Interview.

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Patrick Senn ist die breite Abstützung des Projektes wichtig.

Patrick Senn ist die breite Abstützung des Projektes wichtig.

Zvg

Zum Areal Attisholz Nord gehören neben dem Kernareal, dem ehemaligen Industrieareal, auch die Gehöfte. Hier sind künftig Neu- und Ergänzungsbauten erlaubt. Ist diese Möglichkeit nicht ein willkommenes finanzielles Geschenk?

Patrick Senn: Dazu zu sagen ist, die Gehöfte gehörten zum Gesamtpaket, das die Halter AG von der Cellulose Attisholz übernommen hat. In diesen Erhaltungszonen waren bisher schon Ergänzungsbauten erlaubt. Mit der neuen Zonenordnung werden diese bezüglich Flächen und Geschossen beschränkt sowie in der Nutzungsart konkretisiert.

Also doch ein willkommenes finanzielles Geschenk?

Selbstverständlich kann in den Gehöften hochwertiger Wohnraum entstehen. Wichtig aber war es für alle Beteiligten, Gemeinde, Kanton und Halter AG, eine klare Ordnung zu haben, was dort möglich ist. Es standen nicht finanzielle Überlegungen im Vordergrund, als dass wir zuerst in den Gehöften bauen müssten, damit wir dann im Kernareal starten können.

Im Paket war auch das Land nördlich vom Restaurant Attisholz in der Kernzone Erhaltung und neben der ARA in der Zone Gewerbe ohne Wohnen. Beides soll nun in die Gewerbezone mit Wohnen umgezont werden. Warum?

Im Vergleich zur bisherigen Zonenordnung hat sich nicht viel geändert. Anstelle einer reinen Gewerbe- und Erhaltungszone ist nun eine Mischnutzung Gewerbe/Wohnen vorgesehen.

Bleibt es beim Baustart beim Lagergebäude westlich nach der Brücke?

Ja, wir möchten dort starten, da dies der Zugang und Auftritt des Areals ist. Dort finden sich öffentliche Anlagen wie der Boulevard und die Bushaltestelle, deshalb wollen wir dieses Gebiet zuerst bearbeiten.

Wann ist es so weit?

Wir rechnen mit vier bis fünf Jahren bis Fertigstellung. Nach der Nutzungsplanung folgt ein Gestaltungsplanverfahren, in dem die öffentliche Hand und die Bevölkerung insbesondere bei der Erschliessung mitwirken kann, anschliessend das Baugesuch und die Umsetzung.

Stört Sie der lange Zeitrahmen nicht?

Dies haben wir in allen Projekten mit dieser Komplexität und Grösse. Mit dem Gestaltungsplanverfahren sind die Bauvorhaben jeweils breit abgestützt, was uns wichtig ist. (uby)