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Andrang fürs Gemeindepräsidium hält sich in Grenzen: Hier gibt es stille Wahlen

Nicht überall kommt es zur Stimmenauszählung: In vielen Gemeinden wird das Gemeindepräsidium in stiller Wahl vergeben. (Symbolbild)

Am Montagabend lief wiederum in diversen Gemeinden die Frist für die Abgabe der Wahllisten für die Gemeindebeamtenwahlen ab. Dabei kam es fast überall zu stillen Wahlen für das Gemeindepräsidium. Ein Überblick im Bezirk Lebern-Bucheggberg-Wasseramt.

In Buchegg wird Verena Meyer-Burkhard (FDP) für eine weitere Amtsperiode als Gemeindepräsidentin bestätigt. Die 57-Jährige ist seit 2007 in Mühledorf und ab 2013 in der Fusionsgemeinde Buchegg Gemeindepräsidentin. Seit 2005 vertritt sie den Bucheggberg im Kantonsrat und ist 2. Vizepräsidentin des Kantonsrates. Seit 2009 ist sie zudem Schulverbandspräsidentin der Schulverbandes Bucheggberg. Weiter engagiert sie sich als Stiftungsrätin im Blumenhaus Buchegg und im Zentrum für körper- und sinnesbehinderte Kinder Solothurn. Als Mitglied der Trachtengruppe ist Verena Meyer öfter in der Tracht anzutreffen. Wenn die Zeit reicht, dann bewegt sie sich gerne sportlich an der frischen Luft.

In Derendingen wird Kuno Tschumi (FDP) für weitere vier Jahre still gewählt. Tschumi tritt die vierte Legislatur an, nach dieser sei aber Schluss erklärte er. Tschumi ist Kantonsrat und Präsident des VSEG (Verband Solothurner Einwohnergemeinden). Gleichzeitig wurde auch Roger Spichiger (SP), der seit 2003 im Gemeinderat sitzt, als Vizegemeindepräsident bestätigt und Peter Kosman (CVP) als Friedensrichter.

In Hubersdorf hängt Gregor Schneiter eine Legislatur als Gemeindepräsident an. Bis um 17 Uhr wurde er als einziger Kandidat vorgeschlagen.

Schneiter ist Mitglied der CVP: Seit Frühling 2015 Ersatz-Gemeinderat, seit Sommer 2015 Gemeinderat und stellvertretender Gemeindepräsident und seit dem 1. Januar 2016 Gemeindepräsident mit dem Ressort «Hoch- und Tiefbau».

Vorbehältlich der Auflagefrist, ist er in «Stiller Wahl» gewählt ist. Gregor Schneiter freut sich, die Gemeinde Hubersdorf auch weiterhin in die Zukunft führen zu dürfen, wie er erklärt.

In Hüniken bleibt Jürg Schibler Gemeindepräsident. Auch er war bis zum Ablauf der Frist um 17 Uhr der einzige Kandidat. Schibler ist seit zwölf Jahren im Gemeinderat, davon die letzten acht als Gemeindepräsident. Er ist parteilos, wie auch die anderen beiden Mitglieder des Gemeinderates. Das erleichtere die Arbeit im Gemeinderat, da es in Hüniken immer nur um die Sache geht und parteipolitische Überlegungen keine Rolle spielen würden.

In Lohn-Ammannsegg wird nach dem Gemeinderat auch Gemeindepräsident Markus Sieber (parteilos) still gewählt.

Sieber ist 51-jährig, verheiratet, Vater zweier Töchter und wohnt seit 18 Jahren in Lohn-Ammannsegg.

Seit dem Jahr 2009 ist er Gemeinderat und wurde gleichzeitig auch Gemeindepräsident.

In Lommiswil wird Norbert Häberle-Spahr (1955), verheiratet, 5 Kinder, Dipl. El.-Ing. ETH, parteilos, Nachfolger von Erika Pfeiffer. Häberle hat sich jahrelang in Forschung, Entwicklung und Innovations-Management in regionalen Firmen und Fachhochschulen engagiert.

Er lebt mit seiner Familie seit 33 Jahren in Lommiswil, wandert viel im Jura und Wallis und fährt gerne E-Bike. Zudem engagiert er sich als Gründungsmitglied im Eltern-Kind-Verein Lommiswil und ist Vorstandsmitglied Arbeitsgruppe 3. Welt Lommiswil.

Herbert Schluep präsidiert die Gemeinde Lüsslingen-Nennigkofen für eine weitere Legislatur. Schluep ist seit 1993 Gemeinderat. Während der ersten Amtsperiode von 1993 bis 1997 zunächst als Ersatz, ab 1997 als Mitglied, ab 2005 als Vize-Gemeindepräsident und ab 2009 als Gemeindepräsident der Einwohnergemeinde Nennigkofen. Und nun seit der Fusion am 1. Januar 2013 ist er Gemeindepräsident in Lüsslingen-Nennigkofen.

Weiter war er von 1981 bis 1993 Feuerwehr-Kommandant der Feuerwehr Lüsslingen-Nennigkofen und Mitglied der Vormundschaftsbehörde der Einwohnergemeinde Nennigkofen von 1981 bis zur Auflösung im Jahr 2010. Ab der Amtsperiode 2001 stand er der Vormundschaftsbehörde auch als Präsident vor.

In Subingen hängt Hans Ruedi Ingold (SP) eine weitere Legislatur an. Ingold ist seit insgesamt 32 Jahren im Gemeinderat, die letzten 20 Jahre war er Gemeindepräsident. Ingold war auch Verfassungsrat und später viele Jahre im Kantonsrat.

Heute ist er Vizepräsident der Schätzungskommission des Kantons Solothurn. Weiter ist er seit vielen Jahren Stiftungsratspräsident des Wohnheims Kontiki.

Als Subinger Vizegemeindepräsident wurde neu Michael Kummli (FDP) in stiller Wahl gewählt. Kummli ist seit acht Jahren im Gemeinderat und wurde diesen Frühling auch als Kantonsrat gewählt. Er tritt die Nachfolge von Raphael Schrittwieser an.

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