Spital

Ziellandung für das Bürgerspital: Neubau setzt Massstäbe

Die Arbeiten am Spital-Neubau haben sich von der Hülle ins Innere verlagert.

Gut ein halbes Jahr vor der Inbetriebnahme des Bürgerspital-Neubaus sieht es alles andere als nach bösen Überraschungen aus.

Der Neubau des Bürgerspitals Solothurn (BSS) verspricht eine Ziellandung zu werden. Diesen Eindruck jedenfalls vermittelte CEO Martin Häusermann an einer Veranstaltung der CVP-Wirtschaftsgruppe im alten Spital-Hochhaus. Jenem Kernstück der heutigen Anlage, das im übernächsten Jahr dem Erdboden gleichgemacht wird.

Häusermanns Botschaft war klar: Mit dem Neubau bekommen Stadt und Region Solothurn ein Spital, das nicht nur höchsten Ansprüchen an eine zeitgerechte medizinische Versorgung genügen, sondern auch mit Blick auf Architektur und Aufenthaltsqualität Massstäbe setzen wird. Wobei Häusermann tunlichst vermied, den Eindruck entstehen zu lassen, das Steuergeld, das die Solothurnerinnen und Solothurner 2012 in einer Volksabstimmung bewilligt haben, fliesse in eine Luxusbaute. Schön und ansprechend werde es zwar, goldene Wasserhähnen und üppige Welcome-Lounges werde es aber nicht geben.

Zurück zur Ziellandung: Die Aussage trifft laut Häusermann sowohl in Bezug auf den Zeitpunkt der Eröffnung als auch hinsichtlich der Kosten zu. Ein Faktum, das angesichts von Dimension und Komplexität des Neubaus keine Selbstverständlichkeit ist. Konkret: Das neue Haus 1 wird pünktlich im Juni des kommenden Jahres in Betrieb genommen werden können. Und: Der Kostenrahmen von 340 Mio. Franken wird eingehalten werden können. Das, so Häusermann, sei nicht nur eine Leistung des Spitals, sondern insbesondere auch des Hochbauamts.

370 Einfamilienhäuser auf 13 Fussballplätzen

Angesichts der Tatsache, dass pro Monat nicht weniger als 5 Mio. Franken verbaut werden, in der Tat eine erfreuliche Nachricht. Sie wird noch plastischer, wenn man bedenkt, dass der Neubau ein Gebäudevolumen von 370 Einfamilienhäusern auf einer Fläche von 13 Fussballplätzen hat. Zudem – und darauf ist Häusermann besonders stolz: Das BSS wird das erste Minergie- und Minergie-Eco-Spital nach den jüngsten Standards sein. Und es wird auch weiterhin das Bürgerspital bleiben. Der Name sei traditionell und eingeführt – gute Gründe, um der Versuchung einer Namensänderung zu widerstehen.

Nach dem Neubau ist vor dem Neubau

Übrigens: Wenn das Haus 1 seinen Betrieb aufgenommen haben wird, geht es auf dem Areal munter weiter. Der Rückbau der nicht mehr benötigten Gebäude wird ab 2021 über die Bühne gehen, der Neubau von Haus 2 von 2022 bis 2024. Will heissen: Es dauert noch rund vier Jahre, bis das Areal sein vorläufig definitives Gesicht haben wird. Vorläufig deshalb, weil die Spitallandschaft derzeit arg in Bewegung ist – und die Neubauten so erstellt werden, dass auf Veränderungen bei Angebot und Nachfrage nach medizinischen Leistungen rasch reagiert werden kann. Ein Gebot der Stunde für das laut Häusermann «schönste Spital der Schweiz».

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