Landesstreik

«Wer sind wir ohne Arbeit?» Projekt «Verschiebungen 18/18» meldet sich zurück

Das Solothurner Kulturprojekt «Verschiebungen 18/18» greift mit seiner letzten szenografischen Annäherung an den Landesstreik das Thema «Arbeit» auf.

Mit verschiedenen Aktionen hatte das Projekt «Verschiebungen 18/18» im Kanton auf Ereignisse rund um den Landesstreik 1918 aufmerksam gemacht. Bevor dann vergangenes Jahr in Olten ein Theaterspektakel zum 100-Jahr-Jubiläum des Landesstreiks aufgeführt wurde.

Im Nachgang zum Theater meldete sich das Projekt «Verschiebungen 18/18» nochmals zurück und griff mit einer letzten szenografischen Annäherung an den Landesstreik das Thema «Arbeit» auf. Im Fokus verschiedener Aktionen im ganzen Kanton standen Fragen zur Arbeit und die Auseinandersetzung mit deren Bedeutung in der heutigen Zeit.

«Während des Landesstreiks vom 11.–14. November 1918 haben die Bürgerinnen und Bürger um die Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit von unglaublichen 59 Stunden auf 48 Stunden gekämpft», schreibt das Initiativteam. «Heute ist der Begriff «Arbeit» erneut in Bewegung geraten: So unterscheidet sich unsere Arbeit oftmals nicht mehr von der Freizeit. Nicht selten sind wir mehr als 59 Stunden in der Woche für unsere Arbeit erreichbar.» Es sei Zeit, sich zu fragen: Wer sind wir ohne Arbeit?

Am 12. November 1918 hatte in der Schweiz der Landesstreik begonnen. (Archivbild)

Am 12. November 1918 hatte in der Schweiz der Landesstreik begonnen. (Archivbild)

Als Hauptaktion waren am Samstag, dem 26. Oktober, an verschiedenen Standorten im Kanton (Grenchen, Solothurn, Balsthal, Egerkingen und Olten) mobile Plakat-Druckereien anzutreffen. Hier arbeiteten Personen mit verschiedensten Perspektiven zum Thema und luden zum Anpacken und zum gemeinsamen Diskutieren ein.

Auf der Website «fragstduschon.ch» sind Geschichten von Solothurnerinnen und Solothurnern zu finden, die aus unterschiedlichen Lebensphasen auf die Arbeit blicken. Sie erzählen über Momente, an denen sie sich für einen vollkommen neuen Weg in ihrer Karriere entschieden haben oder gezwungen waren, sich plötzlich anders zu orientieren. (szr)

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