Mit Schutzkonzept

Vorhang auf für die kommenden 56. Solothurner Filmtage

Die neuen Plakate der 56. Solothurner Filmtage: in die Zukunft gerichtet und weiblich.

Die neuen Plakate der 56. Solothurner Filmtage: in die Zukunft gerichtet und weiblich.

Für die 56. Ausgabe der Solothurner Filmtage 2021 wird ein Schutzkonzept ausgearbeitet. Auch online will das Festival stärker präsent sein.

«Vorhang auf für die kommenden 56. Solothurner Filmtage», heisst es im neuesten Newsletter der Solothurner Filmtage. Und weiter: «Wir planen ein Festival vor Ort in Solothurn, das wir online ergänzen werden.» Was das aus heutiger Sicht konkret heisst, wollten wir von Filmtage-Direktorin Anita Hugi wissen: «Die Schutzkonzepte werden aufgrund der kantonalen Bestimmungen in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Personen erarbeitet», teilt sie mit. «Wir planen mit weniger Personen pro Saal. Unser Ziel ist es, dass die Besucherinnen und Besucher sich wohl fühlen. Das bedeutet auch, dass wir den Ein- und Auslass der Besucher genau planen, dass es auch hier genügend Raum und Abstand gibt.»

Die Solothurner Filmtage leben auch von grösseren Events, wie beispielsweise die Eröffnung einer ist. Hugi sagt dazu: «Es wird eine Eröffnung und einen tollen Eröffnungsfilm und Ehrengäste geben. Wir planen aber auch hier mit weniger Gästen.»

Im Austausch mit anderen Direktoren

Erfahrungen mit Festivals unter Corona-Bedingungen gibt es ja bereits. Man sei beispielsweise mit den Literaturtagen sowie mit den anderen Schweizer Filmfestivals im Austausch, insbesondere im Rahmen der Conférence des Festivals, so Anita Hugi. «Ich bin auch direkt mit den anderen Direktorinnen und Direktoren im Austausch, insbesondere mit jenen, die ihr Festival dieses Jahr schon durchgeführt haben.» Man verfolge zusammen einen kontinuierlichen Austausch zu den unterschiedlichen Themen, so etwa zu den Schutzkonzepten oder hybriden Festivals. «Dieser gegenseitige Austausch ist sehr wertvoll.»

Noch bis Ende September ist es möglich, Filme für die Solothurner Filmtage 2021 anzumelden. Das würden in diesem Jahr etwas weniger sein, als auch schon, könnte man meinen. «Zu unserer grossen Freude erhalten wir viele Einreichungen in allen Kategorien. Im Vorjahresvergleich sind es aktuell ungefähr so viele wie letztes Jahr», hält Hugi entgegen.

Visionieren läuft wie üblich

Ab Oktober wird dann das Auswahlkomitee mit dem Visionieren im Uferbau starten. Dieses werde wie üblich durchgeführt, sagt die Filmtage-Direktorin. «Das Auswahlkomitee sitzt im Dunkel des Uferbau-Kinosaals an kleinen Tischchen und wird von morgens 9 Uhr bis abends 23 Uhr die eingereichten neuen Schweizer Filme anschauen. Einen ganzen Monat lang. Ich freue mich enorm darauf.»

Derzeit sei die Situation für die Filmschaffenden produktionell sehr herausfordernd, da Monate zum Drehen und für die Produktion im Lockdown ausgefallen sind, sagt Hugi zur Stimmung in der Schweizer Filmszene. «Doch was wir auch hören ist, dass alle noch mehr als vorher zusammenarbeiten, die Solidarität untereinander sehr gross ist.»

Neue Plakatreihe für 2021 vorgestellt

Die Solothurner Filmtage stellen bei dieser Gelegenheit auch ihren neuen visuellen Auftritt für den kommenden Januar vor. Auf allen Plakaten sind Frauen mit offenem Blick zu sehen. Sie stehen für ein Jubiläum, welches die Schweiz im Jahr 2021 feiern wird: 50 Jahre Frauenstimmrecht. «Diese Frauen stehen für die Pionierinnen vor und hinter der Kamera, welche die Solothurner Filmtage und den Schweizer Film seit 56 Jahren prägen", heisst es.
Die 56. Filmtage finden vom 20. bis 27. Januar 2021 statt.

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