Verein Kinderheim Bachtelen
Die grösste sonderpädagogische Institution im Kanton wächst und wächst

Die kantonale Reform der Sonderpädagogik hat das Portfolio des «Bachtelen» durcheinandergewirbelt. Die grösste sonderpädagogische Institution im Kanton wächst aber auch sonst: 2023 übernimmt sie die Verantwortung für drei Kindertagestätten in Grenchen.

Andreas Toggweiler
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Renovation Girardhaus: Die Fassade und das Dach brauchen eine Auffrischung.

Renovation Girardhaus: Die Fassade und das Dach brauchen eine Auffrischung.

Andreas Toggweiler

Der Verein Bachtelen – Kinderheime und Sonderpädagogik hat seine 130. Generalversammlung durchgeführt. Er ist Trägerverein aller Bachtelen-Aktivitäten, die sich inzwischen bis nach Olten und Dornach erstrecken. Letztes Jahr ist die Institution weiter gewachsen durch die Integration der Kinderheime Solothurn KiSo mit 37 Angestellten.

Auch im nächsten Jahr wird das «Bachtelen» weiter wachsen, wie Vereinspräsident Felix Heiri und Gesamtleiter Gustav Keune in ihren Jahresberichten erklärten. Per 1. Januar 2023 wird die Verantwortung für drei lokale Grenchner Kindertagesstätten vom «Bachtelen» übernommen.

In den Räumen des «Girardhauses» wurde zudem kürzlich ein (von der Stadt betriebener) Kindergarten eröffnet. Die engere Zusammenarbeit mit der Volksschule und bei der Frühförderung seien für beide Seiten ein Gewinn, wurde betont.

Der Regelschulkindergarten befindet sich in der ehemaligen «Bachtelen»-Küche.

Der Regelschulkindergarten befindet sich in der ehemaligen «Bachtelen»-Küche.

Andreas Toggweiler

Und schliesslich hat auch das kantonale Reformprojekt für die Sonderpädagogik »OptiSo+» zu einigen Veränderungen geführt. Beispielsweise, dass das «Bachtelen» das Grundangebot der Tagesschule Solothurn Taso an die kantonale Heilpädagogische Sonderschule HPSZ übergibt und dafür in Grenchen die bisher vom Kanton betriebene HPSZ übernimmt.

Im vergangenen Jahr ist zudem der langjährige Gesamtleiter Charly Diethelm in den Ruhestand verabschiedet worden. Die Gesamtleitung wurde von Gustav Keune übernommen.

Gemäss Angaben des Finanzverantwortlichen Marcel Probst hat das «Bachtelen» im letzten Jahr rund 30 Millionen Fr. «umgesetzt». Davon machen die Personalkosten (rund 300 Mitarbeitende) 81 Prozent aus. Das historische Girardhaus ist zurzeit eingerüstet. Es findet eine Sanierung des Daches und der Fassade statt.