Jahresbericht

Trotz fünfmonatiger Schliessung war 2019 ein Rekordjahr fürs Kunstmuseum Solothurn

2019 wurde das Kunstmuseum renoviert – nach Wiedereröffnung kamen so viele Gäste, dass das vergangene Jahr heute als «Rekordjahr» bezeichnet wird.

2019 wurde das Kunstmuseum renoviert – nach Wiedereröffnung kamen so viele Gäste, dass das vergangene Jahr heute als «Rekordjahr» bezeichnet wird.

Im soeben erschienenen Jahresbericht des Kunstmuseums Solothurn kann Konservator Christoph Vögele eine erneut hohe Besucherzahl vermelden, und dies, obwohl das Haus bis in den Mai 2019 wegen Renovationen geschlossen blieb. «Es kam zur hohen Gesamtzahl von 18752 Gästen, welche die sieben Ausstellungen in den verbleibenden acht Monaten besucht haben». Damit könne auch dieses Jahr als Rekordjahr verbucht werden, 2018 wurden 24082 Besucher gezählt, schreibt Vögele.

Zum Ausstellungskonzept des vergangenen Jahres meint er, dass wiederum alle drei Hauptstränge der Vermittlungsaufgabe erfüllt werden konnten: das mit der Region verbundene Kunstschaffen zu pflegen, beispielsweise mit Otto Lehmann; ausgesuchte Positionen Schweizer Kunstschaffenden vorzustellen, etwa von Isabelle Krieg und Giacomo Santiago Rogado und den Zeichnungen in der Schweizer Kunstgeschichte Beachtung zu schenken, dies mit der Ausstellung über Albert Anker.

Vögele hebt die grosse Dichte an Medienberichterstattungen aus dem Kunstmuseum Solothurn hervor und erwähnt insbesondere die Sendung von «Schweiz aktuell» des SRF, in welcher ein Beitrag über den «Ausbildungsplatz im Kunstmuseum» des wissenschaftlichen Assistenten Robin Byland vorgestellt wurde. Auf grosse Beachtung stiessen im vergangenen Jahr auch die unterschiedlichen internen Rahmenveranstaltungen, allen voran die szenische Führung durch die Ausstellung, in der Schauspielerin Margit Maria Bauer in die Rolle von Mäzenin Gertrud Dübi-Müller schlüpfte.

Kunstwerke reisten nach und aus Solothurn

Im vergangenen Jahr konnten 120 Neueingänge verzeichnet werden. Viele Schenkungen und Dauerleihgaben gelangten ins Haus. «Die grösste und wertvollste Werkgruppe wurde uns im letzten Jahr von Hugo Stüdeli geschenkt, dem Neffen und Nachlassverwalter von Otto Morach (1887–1973)», so Vögele. Bemerkenswert sei auch eine Schenkung für den Museumspark durch die Regiobank Solothurn, welche zu ihrem 200-jährigen Bestehen die eindrucksvolle Skulptur «Wie tief ist die Zeit» von Katja Schenker (*1968) überbrachte.

Immer wieder verlassen wertvolle Kunstwerke ihr Mutterhaus in Solothurn, um irgendwo in der Welt Ausstellungen zu ergänzen und zu bereichern. 2019 reisten Kunstwerke aus Solothurn nach London, New York, Wuppertal, Wien, Ornans, Zürich, Chur, Lugano und Olten. «Die grösste Leihgabe waren fünf Werke der Art-Brut-Künstlerin Aloïse Corbaz (1886–1964) an das Kunstforum Wien». Solche Ausleihen bieten immer auch die Gelegenheit bei den Kunstwerken notwendige Restaurierungen vorzunehmen an deren Kosten sich auch die Leihnehmer teilweise beteiligen, schreibt Vögele in seinem Jahresbericht. 

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