Swissmedic
Pfizer-Booster für unter 65-Jährige zugelassen – so geht es in Solothurn nun weiter

Swissmedic hat den Booster mit dem Pfizer-Impfstoff für unter 65-Jährige zugelassen. Doch bis im Kanton Solothurn damit gestartet wird, dauert es noch. Der Grund: Man wartet noch die Empfehlung der Kommission für Impffragen ab. Vorbereitungen laufen nichtsdestotrotz.

Raphael Karpf
Drucken
Noch werden in Solothurn keine unter 65-Jährigen geboostet.

Noch werden in Solothurn keine unter 65-Jährigen geboostet.

Matt Stone

Am Dienstagmorgen gab Swissmedic bekannt: Der Impfstoff von Pfizer/Biontech wird für die Drittimpfung für Personen ab 16 zugelassen. Bisher wurden damit, mit einigen Ausnahmen, nur Personen ab 65 geboostet.

Das bedeutet nun aber nicht, dass sich in Solothurn jeder und jede ab 16 sofort boosten lassen kann. Denn entscheidend für das weitere Vorgehen bei der Impfkampagne sei nicht die Zulassung von Swissmedic, sondern die Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, heisst es beim kantonalen Fachstab Pandemiebewältigung auf Anfrage. Diese Empfehlung wird voraussichtlich in den nächsten Tagen oder Wochen folgen. Anschliessend werde man über das weitere Vorgehen informieren.

Vorbereitungen laufen

Nichtsdestotrotz laufen die Vorbereitungen des Kantons auf Hochtouren: Personalplanung, Organisation der mobilen Einheiten für Booster-Impfungen in Gemeinden, Koordination mit Arztpraxen und Apotheken, Absprachen mit Gemeinden, Aufgleisen der Kommunikationsmassnahmen und vieles mehr. Ziel ist es, dass, wer will, möglichst schnell ein drittes Mal geimpft werden kann.

Ob dafür auch weitere Impfzentren in Betrieb genommen werden sollen (etwa Breitenbach, das diesen Sommer geschlossen wurde), wird noch nicht konkret beantwortet. Der Kanton schreibt: «Wir überprüfen im Moment verschiedene Varianten, wie wir die Bevölkerung so rasch wie möglich mit Auffrischimpfungen versorgen können.»

Impfzentrum Selzach: Hier werden Booster-Impfungen verabreicht.

Impfzentrum Selzach: Hier werden Booster-Impfungen verabreicht.

Hanspeter Bärtschi

Beim Booster wird es, wie beim grossen Ansturm auf die Erstimpfung, ein abgestuftes Vorgehen geben, teilt der Kanton weiter mit. Priorisiert wird nach Datum der Zweitimpfung und eventuell nach Altersgruppen.

Als die Auffrischungsimpfung für die über 65-Jährigen zugelassen wurde, kam es aufgrund der grossen Nachfrage zu Engpässen. Wer sich etwa im Impfzentrum Selzach boosten lassen wollte, musste bis zu einem Monat auf einen Termin warten.

Pfizer-Booster für mit Moderna geimpfte Personen?

Grundsätzlich zugelassen für die Auffrischungsimpfung wird man, wenn die Zweitimpfung mindestens sechs Monate her ist. Geboostet wird bis auf weiteres nur mit dem Pfizer-Impfstoff. Zwar hat auch Moderna die Booster-Impfung für unter 65-Jährige beantragt, diese ist im Moment aber noch nicht zugelassen. Wer mit einem Vektor-Impfstoff geimpft wurde (etwa Johnson & Johnson), für den ist im Moment keine Auffrischungsimpfung vorgesehen.

Personen konnten sich am 13. November 2021 im Impfbus bei der Stadtkirche in Olten spontan beraten und impfen lassen oder sich selber oder Angehörige für eine Booster-Impfung anmelden.

Personen konnten sich am 13. November 2021 im Impfbus bei der Stadtkirche in Olten spontan beraten und impfen lassen oder sich selber oder Angehörige für eine Booster-Impfung anmelden.

Patrick Luethy

Noch nicht ganz klar ist, ob sich mit Pfizer boosten lassen kann, wer mit Moderna das erste und zweite Mal geimpft wurde. Mehr Klarheit dürfte herrschen, sobald die Kommission für Impffragen ihre Empfehlung ausgesprochen hat. Vom Kanton Solothurn heisst es dazu im Moment: «Kreuzimpfungen sind möglich. Der Kantonsärztliche Dienst rät trotzdem vom aufeinanderfolgenden Impfen mit zwei verschiedenen Impfstoffen ab.»

Aktuelle Nachrichten