Straftäter

SVP-Nationalrat Christian Imark fordert im Fall William W. die Bundesrätin

Christian Imark will Informationen.

Christian Imark will Informationen.

Dass der Fall bis nach Bundesbern Wellen schlagen würde, war zu erwarten. Die Tatsache, dass die Experten im Fall von Kinderschänder William W. den Solothurner Behörden einen Persilschein über die Rechtmässigkeit ihres Handelns ausgestellt haben, sorgt auch unter der Bundeshauskuppel für Diskussionen.

SVP-Nationalrat Christian Imark (Fehren) sagte gegenüber dem Online-Portal blick.ch: «Ein sechsfacher Kinderschänder mit hoher Rückfallgefahr wird trotz Warnungen aus der Bevölkerung freigelassen, ergreift sich sein siebtes Opfer, und niemand will etwas falsch gemacht haben.»

Das gehe nicht an, findet Imark, die für das Vorgehen im Fall William W. klaffende Lücke im Strafrecht müsse geschlossen werden. Justizministerin Karin Keller-Sutter soll sich deshalb in der Fragestunde des Nationalrats erklären. Konkret soll sie darlegen, welche Massnahmen das Bundesamt für Justiz vorgesehen hat, «um gefährliche Straftäter zum Schutz der Bevölkerung nach dem Misserfolg von therapeutischen Massnahmen zu verwahren». Imark will im Weitern Auskunft über den Stand der geplanten Umsetzung. (bbr.)

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