Kuppelsendung

Solothurnerinnen halten die Position – trotz Verletzung und viel Missgunst

Viele Tränen, Zickenkrieg und ein heisses Date: In der vierten Folge von «Bachelor» sind fast alle Kandidatinnen mit tiefsten Emotionen mit dabei. Zwei, die das nicht unter Beweis stellen konnten, müssen die Villa verlassen.

Während sich der Konkurrenzkampf unter den verbleibenden 14 Kandidatinnen in der vierten Folge der Kuppelshow «Bachelor» zuspitzt, kann es der heissbegehrte Bachelor Patric nicht lassen, die ohnehin schon angespannten Frauen an ihre Grenzen zu führen: Diese Woche mussten sechs der Damen gleich zu Beginn über ihren Schatten springen und auf einer 15 Meter hohen Wasserrutsche ihren Einsatzwillen für den charmanten 29-Jährigen unter Beweis stellen. Darunter war erstmals auch die 38-jährige Nachrückkandidatin Sandra aus dem Kanton Zürich.

Patric machte die Übung vor: Die 31 Meter lange Wasserrutsche mit einer eingebauten Rampe am Ende katapultiert den Schönling einige Meter in die Höhe bevor er in das Wasserbecken unter ihm fiel. «Ich hasse das. Ich mag das gar nicht», war die erste Reaktion der St. Gallerin Rivana auf die Wasserrutsche. Auch die anderen Mädels gaben ihre Angst kund. Nach dem Motto «Augen zu und durch» aber taten es fünf der Kandidatinnen dem Bachelor nach. So manche musste dabei merken, dass ein Bikini wahrscheinlich die falsche Bekleidung für eine Wasserrutsche ist: Patric konnte sie leider nur von hinten sehen, als die Frauen oben ohne durch die Luft flogen.

Bachelor Folge 4 mit Solothurnerinnen

Einzig Rivana weigerte sich, das Spiel mitzumachen; zu gross sei ihre Höhenangst. Zur Überraschung aller akzeptierte Patric ihre Entscheidung und lud sie gemeinsam mit der Zürcherin Amy am Abend auf ein Doppeldate ein. Kritische Kommentare blieben selbstverständlich nicht aus. «Das war einfach schwach von Rivana. Ist sie überhaupt interessiert am Bachelor?», fragt sich beispielsweise die 20-jährige Studentin aus Bern, Vanessa. Auch später in der Sendung sollte diese «Spezialbehandlung» zu einer verbalen Auseinandersetzung unter den Mädels führen. 

Bevor es zurück in die Villa ging, gab Patric der neuen Sandra eine erste Möglichkeit sich ihr Vorzustellen: Nachdem die aufgeschlossene Italienerein aus dem Wallis mit einem «Auflöckerungstänzchen» und einem Backenkuss auf der Wsserrutsche erstmals die Nähe des Bachelors gesucht hatte, punktete sie beim Gespräch mit ihrem charmanten Akzent. Auf die Frage von Patric, ob sie gefühlsmässig mit den anderen Kandidatinenn mithalten könne, antwortete sie nur: «Laut einer wissenschaftlichen Studie braucht es nur 8.2 Sekunden, um sich zu verlieben.» 

Besuch von Bachelorette und Kenny

Während sich die sechs Kandidatinnen auf der Wasserrutsche «vergnügten», wurden die acht Frauen in der Villa, darunter auch die verbleibenden zwei Solothurnerinnen Yiankarla und Ramona, auf eine ganz spezielle Probe gestellt: Die amtierende Bachelorette Andrina und ihr Freund Kenny statteten den Damen einen Besuch ab, um Patric bei seiner Entscheidung zu helfen. Sie starteten gleich mit einem Sport-Bootcamp: 5 Burpees, 5 Jump-Squats, 6 Split-Jumps und dann ab in den Pool. Das mussten die Kandidatinnen wiederholen, bis nur noch eine übrig ist. 

Die Grencherin Yiankarla war besonders motiviert und gab sich viel Mühe. Nach einer Verletzung am Schienbein, nachdem sie kopfvoran ins Wasserbecken gefallen ist, musste sie jedoch aufgeben. Sie nahm es gelassen: «Für Papi Chulo mache ich alles.» 

Anschliessend wurden die Mädels von Andrina und Kenny einem «Geläschter-Check» unterzogen. Die beiden wollten damit herausfinden, wie ehrlich die Frauen sind. Mit welcher Ehrlichkeit sie tatsächlich konfrontiert würden, war ihnen wahrscheinlich gar nicht bewusst: Mit der verbalen Unterstützung der Luzernerin Debbie schoss die Trimbacherin Ramona nämlich gleich gegen das Küken der Gruppe, Sindy, und gegen Amy. «Sie spielen nur ein falsches Spiel», sagte Ramona bevor sie sich mit ihren Vorwürfen an die Zürcherin Alessia wandte. «Ich sehe sie nicht an Patric' Seite», fuhr sie fort. «Er ist immer gut gestylt und ich finde nicht, dass sie optisch harmonieren.» Die anderen Frauen in der Runde fühlten sich sichtlich unwohl bei diesem ironischerweise sehr stillosen Angriff der Trimbacherin. Doch auch sie meldeten sich zu Wort. Die Coiffeuse aus dem Kanton Thurgau, Selina, schoss nämlich zurück: Ramona habe zunächst gar nichts von Patric wissen wollen. Das habe sich aber mittlerweile geändert, verteidigte sich die 22-Jährige. 

Doppeldate mit unerwartet emotionalem Ausgang

Patric, Rivana und Amy mussten die Gespräche der Frauen in der Villa wohl recht egal gewesen sein. Sie trafen sich auf ein «romantisches» Doppeldate auf einem langen Holzpier am Strand zum Essen. Das Gespräch begann gut: Patric erzählte von seinen Abenteuern in der Luft, auf dem Wasser und an Felswänden. Es stellte sich allerdings auch heraus, dass die Rivana, ganz im Gegensatz zur Amy, gar nicht der abenteuerliche Typ ist. «Die Frau an meiner Seite muss schon Pfeffer im Arsch haben», sagte Patric anschliessend zur Kamera. 

Erneut mutiger stellte sich Amy der nächsten Frage von Patric: Was das bedrückendste Geheimniss der beiden sei, wollte der der 29-Jährige wissen. Anschliessend erhalte eine der beiden bereits eine Rose, die ein Freipass für ein Einzeldate und für die nächste Runde bedeutete. Unerschütterlich gewährte Amy den beiden einen Einblick in ihre dreijährige, gescheiterte Beziehung mit einem Drogensüchtigen. Rivana hingegen reagierte auf die Frage mit Tränen und vermochte keine Antwort auszusprechen. «Ich habe mich gefragt, ob das nur eine Masche ist», sagte Amy zur Kamera. Masche hin oder her, Patric nahm Rivana abseits von Amy in die Arme. Da offenbarte die 29-Jährige dem Bachelor, dass sie in den vergangenen Jahren von diversen Todesfällen im Familien- und Freundeskreis betroffen war. Auch Patric sei Ähnliches widerfahren, teilt er ihr mit. 

Dass Rivana schliesslich die Rose erhielt, verwunderte kaum: Während des romantischen Einzeldates im Anschluss tauschten der Bachelor und die St. Gallerin sinnliche Küsse, sowohl auf dem Pier wie auch später im Meer. «Ich fühle mich wohl bei Rivana», sagte Patric darauf.

«Survivor» à la Bachelor

Am nächsten Morgen stand Patric bereits mit der nächsten «Tortur» am Start: Debbie, Sindy, Selina und Alessia begleiteten inh auf eine einsame Insel, wo sie sich eine schöne Unterkunft und ein feines Picknick erhofften. Tatsächlich aber bestand die Aufgabe der top-gestylten Mädels darin, sich mit drei zur Verfügung gestellten Werkzeugen eine Unterkunft zu bauen. Das hatten die Frauen nicht kommen sehen. Nichtsdestotrotz machten sie sich an die Arbeit. Bis auf Alessia. Sie blieb sitzen. Patric fand schliesslich, das könne sie auch im Flugzeug und schickte sie kurzerhand zurück in die Schweiz. Danach liess der Schönling die drei Kandidatinnen alleine auf der Insel zurück. Er komme sie am nächsten Morgen holen. Die Frauen hingegen fühlten sich verraten von ihrem Angebeteten.

Als Alessia zurück bei der Villa auf die anderen zehn Kandidatinnen stösst, entfacht sie damit einen heissen Zickenkrieg. Streitgrund: Auch Rivana habe die Aufgabe von Patric verweigert und sei sogar mit einem Date mit ihm belohnt worden. Alle gegen Rivana. Auch Grencherin Yiankarla. «Ich habe sogar mit einer Verletzung am Bein weitergemacht», sagt sie sich an Rivana wendend. Vor der Kamera unterstreicht sie nochmals ihre Aussage: «Sie hat das Gefühlt, sie bekommt was sie will, ohne etwas zu machen, während wir uns ins Zeug legen.» Die Aufregung verlief vergleichsweise ruhig.

Denn: Die Trimbacherin Ramona war nicht anwesend. Sie hat am Morgen den Freipass für das langersehnte Einzeldate mit Patric erhalten und war mit Vorbereitungen beschäftigt. Was am Abend jedoch geschehen wird, hat die 22-Jährige kaum ahnen können: Nach einem kurzen Gespräch mit dem Bachelor stellt sie mit grossen Augen fest, dass Désirée ihr Date crasht. Sie hatte in der Sendung davor die weisse Rose und damit das Recht erhalten, jedes Date stören zu können. Daraufhin kann Ramona ihre Tränen kaum zurückhalten und verlässt das Date. 

Wer die Rose erhält, nimmt die Rose auch an

Am nächsten Morgen brachte Patric den drei Frauen auf der einsamen Insel ein fruchtiges Frühstück und musste dabei feststellen, dass Debbie alles andere als begeistert war, von der Übernachtung auf der Insel. «Ich werde die Rose nicht annehmen», teilt sie dem Bachelor mit. Für sie stimme es nicht mehr. Doch als Patric ihr in der Nacht der Rosen die Blume reichen will, wird die Jus-Studentin doch weich und nimmt die Rose dennoch an. Zur Freude von der Trimbacherin Ramona, die ebenfalls nicht lange auf die Erlösung warten musste. 

Yiankarla bekam eine gehörige Portion Gentleman zu spüren, als Patric der Verletzten die Rose gleich selber überbrachte. Somit schafften es beide Solothurnerinnen in die nächste Runde.

Keine Rose erhielten trotz ihrer Offenheit und Abenteuerlust Amy und das lüsterne Playmate Tanja: Ihre offensichtlich gemachten Brüste, die sie bei dieser Gelegenheit gleich zeigen musste, reichten nicht, den Bachelor zu überzeugen. (gue)

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