Machbarkeitsstudie

So sehen die Pläne der Regierung für einen «Bildungscampus» auf dem Areal der Kanti Solothurn aus

Auf dem Areal der Kantonsschule Solothurn (hier der Blick auf den Trakt der Naturwissenschaften) könnte gebaut werden. (Archiv)

Auf dem Areal der Kantonsschule Solothurn (hier der Blick auf den Trakt der Naturwissenschaften) könnte gebaut werden. (Archiv)

Der Regierungsrat will prüfen, ob auf dem Areal der Kantonsschule Solothurn in Zukunft ein eigentlicher «Bildungscampus» entstehen kann und soll – mit Kantonsschule, Staatsarchiv, Zentralbibliothek und Hallenbad. Eine Machbarkeitsstudie solle dafür die notwendigen Grundlagen liefern, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit.

Die Resultate der Studie sollen Ende 2021 vorliegen, erklärt Baudirektor Roland Fürst auf Anfrage dieser Zeitung. Anschliessend werde es darum gehen, entsprechende Lösungsstrategien zu entwickeln. Mit Kosten von rund 86 Mio. Franken werde sich das Projekt etwa im Rahmen der Kanti-Olten-Sanierung halten.

Strategische, betriebliche und wirtschaftliche Gründe

Mit dem Projekt «Bildungscampus» würden auf dem Areal der Kantonsschule Solothurn kantonseigene und dem Kanton nahe stehende Nutzungen an einem Standort zusammengeführt, heisst es dazu. «Mit einer generellen Machbarkeitsstudie soll diese Idee nun grundsätzlich unter strategischen, betrieblichen und wirtschaftlichen Aspekten geprüft werden.» Diese Machbarkeitsstudie werde vom Hochbauamt, unter Einbezug der Betroffenen, erarbeitet.

Mit den Vertretungen der Kantonsschule, des Staatsarchivs, der Zentralbibliothek sowie der Stadt Solothurn und der Kantonalen Denkmalpflege wurden im Vorfeld Gespräche geführt. Wobei über die Idee und das weitere Vorgehen informiert wurde. «Die Vertreterinnen und Vertreter der Kantonsschule und des Staatsarchivs befürworten die Idee, jene der Zentralbibliothek haben sie zur Kenntnis genommen», wird festgestellt.

Bei der Kantonsschule Solothurn gehe es um geschützte Bauten, bestätigt Baudirektor Roland Fürst. Entsprechend werde es eine Herausforderung sein, «auf diesen spannenden Bau Rücksicht zu nehmen». Selbstverständlich müsse auch der Schulbetrieb an der Kanti möglichst störungsfrei jederzeit gewährleistet bleiben können, versichert Fürst. An der Kanti Olten habe man jüngst bei einer vergleichbaren Sanierung unter gleichzeitigem Schulbetrieb gute Erfahrungen sammeln können.

Grosser Sanierungsbedarf steht an

Im Oktober 2019 hat der Regierungsrat dem Vorgehen zur Gesamterneuerung der Kanti Solothurn zugestimmt, der Kantonsrat hat daraufhin einen Planungskredit für Vorbereitungsarbeiten beschlossen. Diese seien im Gang, heisst es in der Mitteilung.

Zudem seien im Zusammenhang mit der periodischen Überprüfung der betriebsnotwendigen kantonalen Liegenschaften am Standort Solothurn mehrere Gebäude mit teilweise grossem Investitionsbedarf identifiziert worden. «Dabei handelt es sich um das Hallenbad der Pädagogischen Hochschule, das Staatsarchiv und die Zentralbibliothek. Die Gebäude stammen aus den 70er-Jahren, sind sanierungs- und erneuerungsbedürftig und nicht mehr zeitgemäss.» (mou)

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