Corona-Massnahmen
Skilifte und Läden: Wo der Kanton Solothurn die Schraube noch anziehen könnte

Der Bundesrat hat am Freitag strengere Massnahmen verordnet. Der Kanton Solothurn war zuvor teils schon strenger als der Bund - es gibt aber noch Bereiche, in denen er noch Verschärfungen beschliessen könnte. Eine Übersicht.

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Ob die Saison in Skigebieten des Kantons - wie hier auf dem Balmberg - starten kann, ist noch offen.

Ob die Saison in Skigebieten des Kantons - wie hier auf dem Balmberg - starten kann, ist noch offen.

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Am Dienstag schliessen Restaurants. Kinos. Sportbetriebe. Und zwar in der ganzen Schweiz – das hat der Bundesrat letzten Freitag entschieden. Einige Kantone beschlossen ebenfalls bereits am Freitag weitere Regeln: Im Aargau beispielsweise stellen die Schulen der Sekundarstufe zwei nach den Weihnachtsferien bis zum 8. Januar auf Fernunterricht um. In Baselbietern Spitäler gilt ein generelles Besuchsverbot.

Die aktuellen Zahlen im Kanton

Am Montag teilt der Kanton Solothurn folgende Zahlen mit - mit einberechnet sind auch Zahlen von Samstag und Sonntag

Über das Wochenende wurden 386 laborbestätige Infektionen registriert. Insgesamt wurden bis anhin 9492 Infektionen registriert.

Der Kanton hat zudem 8 neue Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus zu begklagen. Insgesamt sind bisher 162 an Corona erkrankte Menschen im Kanton verstorben.

Aktuell werden 80 Personen mit Covid-19 im Spital betreut - 6 neue Patientinnen und Patienten kamen über das Wochenende hinzu. Insgesamt werden 11 Infizierte auf der Intensivtation betreut.

Der Kanton Solothurn hat am Freitag keine Massnahmen beschlossen. Dafür war die Regierung schon zuvor teils strenger als der Bund. Seit 11. Dezember sind Bars, Sexbetriebe und Sporteinrichtungen im Kanton zu. Auch gilt ein Besuchsverbot in Alters- und Pflegeheimen; im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch maximal 5 Personen treffen.

Am Dienstag trifft sich zudem die Regierung zur letzten Sitzung in diesem Jahr. Dann wird sie auch entscheiden, ob im Kanton noch zusätzliche Corona-Massnahmen folgen. Noch ist offen, was genau besprochen wird. Um diese Themen könnte es gehen:

  • Skigebiete: Der Bundesrat hat keine Skigebiete geschlossen – er überlässt die Entscheidung diesbezüglich den Kantonen. Diese müssen den Betreibern von Skiliften eine Bewilligung für deren Schutzkonzept ausstellen. Derzeit warten die Verantwortlichen der Skigebiete im Kanton noch auf eine Bewilligung; auch hier gibt es noch keinen offiziellen Entscheid.
  • Einkaufsläden: Am Freitag hat der Bundesrat die Kapazitäten in Läden weiter beschränkt, diese bleiben aber geöffnet. Bereits heute gilt zudem eine Sperrstunde ab 19 Uhr, auch am Sonntag haben Läden zu – mit der Ausnahme von Bäckereien. Der Kanton könnte hier noch strenger werden; also Läden ebenfalls schliessen. Ob er dies so kurz vor den Festtagen – an denen dann auch Tankstellenshops ohnehin geschlossen bleiben müssen – tun wird, ist fraglich.
  • Privater Bereich: An privaten Treffen sind maximal 10 Personen erlaubt; in öffentlichem Raum draussen dürfen höchstens 5 Personen zusammenkommen. Der Bundesrat empfiehlt zudem, sich bei Treffen auf Personen aus maximal 2 verschiedenen Haushalten zu beschränken. Der Kanton könnte auch dies noch anpassen - Anzeichen dafür gibt es bisher aber keine.

Im Januar will der Kanton zudem mit Corona-Impfungen starten. Dafür soll es ein Impfzentrum geben. Genauere Infos zur Strategie folgen ebenfalls am Dienstag, 22. Dezember. (szr)