Seit Tests kosten
In Solothurn werden nur noch halb so viele Schnelltests gemacht – bei gleichzeitig kaum mehr Erstimpfungen

Offiziell aus Kostengründen hat der Bundesrat entschieden, dass die Schnelltests nicht mehr von der Allgemeinheit bezahlt werden sollen. Seither sind die Testzahlen eingebrochen. Mehr Impfungen wurden seither aber kaum verabreicht.

Raphael Karpf
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Des Drive-In-Testzenter beim Kofmehl in Solothurn.

Des Drive-In-Testzenter beim Kofmehl in Solothurn.

Michel Lüthi

Seit etwas mehr als einer Woche sind Schnelltests nicht mehr gratis. Oder besser gesagt: Sie werden nicht mehr vom Steuerzahler finanziert. Wer ohne Symptome einen Test machen will, etwa um zu Reisen oder weil er sonst ein Zertifikat braucht, bezahlt den Test seither selbst.

Die Anzahl durchgeführte Schnelltests ist seither eingebrochen. 6607 waren es in der vergangenen Woche im Kanton Solothurn. Zum Vergleich: Die Woche zuvor waren es 11'036, noch eine Woche zuvor 11'713.

Auch wenn der Bundesrat offiziell die Abschaffung der Gratistests mit den Kosten begründete. Und dass es fragwürdig sei, dass die Allgemeinheit die Schnelltests einzelner Personen finanziere: Es schwang sicher auch die Hoffnung mit, dass sich nun vermehrt Menschen impfen lassen.

Das ist bisher zumindest noch kaum eingetreten. 1250 Erstimpfungen führte der Kanton Solothurn vergangene Woche durch. Das ist nur leicht mehr als in der Vorwoche (1102).

Fallzahlen nehmen nicht weiter ab

Die Fallzahlen sind zwar immer noch sehr tief, aber seit dieser Woche erstmals wieder leicht steigend. Vor zwei Wochen kam es im Schnitt zu etwa 17 Neuansteckungen täglich, vergangene Woche waren es durchschnittlich noch 13. Am Mittwoch und Donnerstag waren es nun jeweils um die 20.

Die Situation in den Spitälern ist ebenfalls noch entspannt. Aktuell sind neun Covid-Patientinnen und -Patienten hospitalisiert, davon sind zwei auf den Intensivstationen.

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