Jugendarbeit

Scooter-Night, Barfusswege, Wasser-Hindernisläufe – jugendlicher Tatendrang führt zum Erfolg

Waghalsige und spektakuläre Sprünge begeisterten die Kinder und Jugendlichen an der Scooter-Night.

Der kantonale Dachverband ehrt und fördert mit einem Wettbewerb Projekte, Tätigkeiten und Engagements von Jugendlichen.

Scooter-Night, Barfusswege, Wasser-Hindernisläufe, mobile Jugendräume: Im ganzen Kanton krempeln die Jugendlichen die Ärmel hoch und verwirklichen ihre Ideen – auf eigene Faust oder gemeinsam mit der Unterstützung von Erwachsenen.

So wurde beispielsweise zum vierten Mal die Scooter-Night in Hofstetten durchgeführt. Zwölf Jugendliche, die begeistert Scooter fahren, organisierten den Event vor vier Jahren zum ersten Mal. Im Rahmen eines Jugendmitwirkungstages der Jugendarbeit Solothurnisches Leimental (JASOL) und einem Scooter-Profi wurde die Idee ausgearbeitet und durchgeführt. «Von Jahr zu Jahr entwickelten die Jugendlichen ihren Event weiter», sagt Niklaus Studer, Jugendarbeiter bei der JASOL, welcher die Jugendlichen bei der Durchführung unterstützte. «Man musste den Jungs lediglich die Infrastruktur zur Verfügung stellen, der Rest ging von alleine.»

Am 8. September war es wieder so- weit. Im Skatepark neben der Mehrzweckhalle «Mammut» in Hofstetten konnten gross und klein ihre Freestyle-Künste unter Beweis stellen. Dieses Jahr waren zwei Scooter-Profis dabei, die einen Workshop leiteten und eine Stunt-Show zum Besten gaben. Zudem konnte man sich auf einem Cross-Trail austoben. Begleitet wurde das Ganze von der Musik zwei jugendlicher DJs. «Das ist ein Hammer-Anlass, der das halbe Dorf anzieht», sagt Studer begeistert. Dieses Engagement der Jugendlichen muss gefeiert werden. Dafür gibt es den Jugendprojektwettbewerb, für den die Scooter-Jungs auch nominiert wurden.

Wertschätzung der Arbeit

«Wir führen den Wettbewerb durch, um das Engagement der Jugendlichen zu würdigen», sagt Patrizia Castelli vom Dachverband Kinder- und Jugendarbeit Kanton Solothurn. Bis zum 31. Dezember können Jugendliche, aber auch Eltern, Lehrpersonen, Jugendarbeiter und Politiker die realisierten Projekte für den Wettbewerb nominieren. Kriterien für die Anmeldung: Die Jugendlichen müssen unter 26 sein, und das Projekt muss grösstenteils in der Freizeit durchgeführt worden sein. «So haben viele die Möglichkeit, die Projekte der Jugendlichen einzubringen und diese einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen», sagt Jugendarbeiter Niklaus Studer, welcher selber im Vorstand des kantonalen Dachverbandes tätig ist.

Im Januar werden vier Projekte von einer Jury ausgewählt, die dann zur Finalveranstaltung am 22. März 2019 eingeladen werden. Ein weiteres Projekt wird zusätzlich mithilfe eines Voting-Systems auf der Internetseite nominiert. «An der öffentlichen Finalveranstaltung haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Projekte einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen», beschreibt Castelli den Anlass. Eine Jury und die anwesenden Gäste werden dann den Sieger bestimmen. Es locken Preisgelder mit einem Gesamtwert von 15 000 Franken. «Wir wollen, dass die Jugendlichen wahrgenommen werden und ihre Arbeit wertgeschätzt wird», sagt Castelli.

Alles selber gemacht von A bis Z

Ein weiteres Beispiel ist das Engagement von vier 15-jährigen Jungs aus Lostorf und Obergösgen. Ihr Bedürfnis nach einem eigenen Jugendraum setzten sie gleich selber in die Tat um. So haben sie in ihrer Freizeit ein eigenes Konzept geschrieben, Bau- und Finanzgesuche eingereicht, Offerten eingeholt und ein Fundament für den Baucontainer erstellt, welcher von nun an ein neuer Treffpunkt für Jugendliche in Lostorf sein wird. Dies innerhalb eines Jahres. «Sie haben alle Prozesse miterlebt, welche ein solches Projekt beinhaltet», sagt Stefanie Wyss, Jugendarbeiterin in Lostorf. Das Projekt der mobilen Jugendräume sei bei den Jugendlichen auf grossen Zuspruch und Interesse gestossen. «Die Jungs haben hier etwas Nachhaltiges geschaffen, einen Grundstein für kommende Jugendliche», sagt Wyss. «Deshalb hat die offene Jugendarbeit Lostorf/Obergösgen das Projekt für den Wettbewerb angemeldet.»

«Wir sind zufrieden mit den Anmeldungen, es dürften aber noch mehr sein», sagt Patrizia Castelli. Zurzeit sind zehn Projekte auf der Internetplattform eingereicht worden. «Wir rechnen mit einem Schlussspurt kurz vor Anmeldeschluss. Die Finalveranstaltung wird im Alten Spital stattfinden.

Die Projekte auf www.jpw-so.ch

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