Kanton Solothurn

Schwache Performance in zweiter Jahreshälfte: Deutlicher Rückgang im Solothurner Exportjahr 2019

Die grossen Exportbranchen wie die Metall-, die Maschinen- und die Präzisionsindustrie seien relativ stabil geblieben. (Symbolbild)

Die grossen Exportbranchen wie die Metall-, die Maschinen- und die Präzisionsindustrie seien relativ stabil geblieben. (Symbolbild)

Nach einem positiven Jahresbeginn kippten die Ausfuhrzahlen im zweiten Semester vollends in ein Minus von 3,8 Prozent.

Es sind erst die provisorischen Ergebnisse, die von der Eidgenössischen Zollverwaltung vermeldet werden. Doch sie werden auch in der definitiven Fassung kaum erfreulicher ausfallen. Wie die Solothurnische Handelskammer vermeldet, gingen die nominalen Warenausfuhren aus dem Kanton Solothurn im Jahr 2019 um 3,8 Prozent zurück. Dies, während die Exportwirtschaft schweizweit doch ein Plus von 3,9 Prozent verzeichnen kann.

«Der Rückgang im Kanton ist dabei primär auf die schwache Performance in der zweiten Jahreshälfte zurückzuführen», präzisiert die Solothurner Handelskammer. Branchenseitig würden sich deutliche Unterschiede zeigen, wobei sich die grossen Exportbranchen wie die Metall-, die Maschinen- und die Präzisionsindustrie relativ stabil gezeigt hätten, während kleinere Exportbranchen wie die Papierindustrie teilweise deutliche Einbrüche hätten hinnehmen müssen.

In den volatil verlaufenen ersten fünf Monaten hatte insgesamt noch ein Anstieg um 2,3 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode resultiert. Seit Juni (-17,8 Prozent) stellten sich bei der Auslandsnachfrage jedoch deutliche Rückgänge ein. Im dritten Quartal gingen die nominalen Warenexporte um 6 Prozent zurück, im vierten Quartal um 6,3 Prozent. Die schwache Performance seit Juni führte dazu, dass sich das Jahresergebnis deutlich ins Negative drehte.

Die Nachfrage nach Solothurner Exportgütern brach auf breiter Front ein. In den drei grossen Absatzmärkten Europa, Nordamerika und Asien resultierten Rückgänge zwischen 2,4 und 3,3 Prozent. Bei den übrigen Absatzmärkten ging die Nachfrage sogar um mehr als 18 Prozent zurück. (szr)

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