Dies fordert der «Runde Tisch A1 Ausbau im Kt. SO» nach einer Sitzung am 10. Mai. Die Beteiligten gehen gemäss Mitteilung einerseits von «bemerkenswert überhöhten Kostenannahmen» aus und betrachten es als entscheidend, zum Schutz von Landwirtschaft, Tier- und Pflanzenwelt, aber auch zur Reduktion der Lärmemissionen, den Ausbau der A1 in eine «ökologischere Form» zu bringen. Am «Runden Tisch» sind Pro Natura, VCS, WWF, der Bauernverband SOBV und Gäuer Gemeinden vertreten.

Die Studie soll gemäss Forderung folgende Punkte enthalten:

  • Eine Neuberechnung der Kosten «Untertunnelung/Eindeckung».
  • Eine zusätzliche Variante «Einhausung überdeckt & bepflanzt», inkl. Kosten/Nutzen-Analyse mit Schwerpunkt ökologischer Vorteile nebst zusätzlichem Lärmschutz.
  • Die aufgrund des WTI (wirtschaftliche Tragbarkeit und Verältnismässigkeit Index) verworfenen Lärmschutzmassnahmen sollen neu beurteilt und gewürdigt werden.

Mitzahlen, aber nur symbolisch

Der «Runde Tisch A1 Ausbau im Kt. SO» sei ohne Anerkennung einer Pflicht als Tatbeweis der Ernsthaftigkeit des Anliegens bereit, eine «symbolische Kostenbeteiligung» zu leisten, heisst es weiter. Bei einer gütlichen Einigung bei der Gestaltung des A1-Ausbaus wird in Aussicht gestellt, dass laufende Beschwerden involvierter Parteien zurückgezogen werden. Das Bundesamt für Strassen Astra und der «Runde Tisch» hatten sich am 22. Januar auf weitere Erörterung der Kosten der Untertunnelung geeinigt.

Bei eingeschränkter Nachvollziehbarkeit durch den «Runden Tisch A1 Ausbau Kt. SO» soll ein Auftrag für eine Zusatzstudie erteilt werden. In einem Schriftenverkehr habe das Astra nun plötzlich geltend gemacht, dass für die Kosten der Zusatzstudie eine Finanzierungsvereinbarung mit dem «Runden Tisch» mit finanzieller Beteiligung aus der Region zu erfolgen habe. Es soll zudem nur die Variante Eindeckung berechnet werden. Der Kanton will primär eine rasche Umsetzung der sechs Spuren. (rrs)